18.12.2019 09:00 |

Kurz vor Weihnachten

Streik: Gewerkschaft macht weiter Druck auf Amazon

Die deutsche Gewerkschaft Verdi nutzt im seit Jahren schwelenden Tarifstreit bei Amazon weiter das Weihnachtsgeschäft, um Druck auf den Online-Versandhändler zu machen. In den deutschen Verteilzentren Bad Hersfeld, Leipzig und Koblenz gebe es Streiks, die bis voraussichtlich Samstag andauern würden, teilte Verdi mit.

Bereits 1200 Beschäftigte hätten sich in dieser Woche an den Protesten beteiligt. „Es kann jederzeit zu weiteren Streiks im Weihnachtsgeschäft kommen“, erklärte Gewerkschafter Orhan Akman.

Ein Amazon-Sprecher betonte, dass die Pakete die Kunden pünktlich erreichten. „Die Beteiligung ist sehr gering und der Betrieb läuft ohne jegliche Einschränkung“, sagte der Sprecher. Der Streik ist auch für österreichische Kunden relevant, da viele Amazon-Pakete aus Deutschland geliefert werden.

Tarifstreit tobt schon seit 2013
Der Tarifkonflikt bei Amazon Deutschland dauert bereits seit 2013 an. Verdi fordert für die Mitarbeiter in den deutschen Amazon-Versandzentren tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Amazon nimmt indes Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger bezahlt wird.

„Wir bezahlen am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist und überprüfen jährlich unsere Löhne“, erklärte dagegen Amazon. Zudem biete das Unternehmen umfassende Zusatzleistungen und sichere Arbeitsplätze.

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