"Je höher der Absatz, desto schädlicher für die Wirbelsäule", sagt DAK-Experte Dr. Hans-Joachim Poetsch, Facharzt für Chirurgie und Chirotherapie. "Auf Dauer drohen Fehlhaltungen wie ein Hohlkreuz."
Doch nicht nur Schuhe gehen ins Kreuz. Auch andere sommerliche Modetrends können schmerzhafte Folgen haben. Neckholder-Tops etwa verursachen Verspannungen im Nacken und übergroße Citybags belasten falsch getragen die Schultern.
No-Gos für die Füße
Bei hohen Absätzen müssen die Füße schwere Lasten tragen. In High Heels drückt das Körpergewicht vor allem auf Vorderfuß und Zehen. Diesen Druck spüren auch Knie und Lendenwirbelsäule schmerzhaft. Wer dauerhaft hochhackig unterwegs ist, riskiert verkürzte Achillessehnen und Wadenmuskulatur. Noch mehr leiden die Füße in spitzen Stilettos. Das Körpergewicht drückt Zehen und Vorderfuß in die enge Schuhspitze und begünstigt die Entstehung eines Hallux valgus, einer schmerzhaften Fehlstellung der Großzehe im Grundgelenk. Weil die schmalen Stiftabsätze es besonders schwer machen, den Körper im Gleichgewicht zu halten, steigt zudem das Risiko, umzuknicken und sich den Knöchel zu verletzen.
Sicherer Halt fehlt den Füßen auch in luftigen Flip-Flops: Die Zehen müssen sich im hochsommerlichen Schuhwerk an der Sohle festkrallen. Schmerzhafte Muskelverkürzungen können die Folge sein.
Schick, aber schmerzhaft
Auch der Rücken leidet unter manchen Modetrends. So sorgen luftige Neckholder-Tops im Sommer zwar für braune Schultern – wenn aber der Nackensteg zu eng geknotet wird oder zu schwach ist, um das Dekolletee richtig abzustützen, gerät der Nacken unter Druck. Das führt zu Muskelverspannungen und Nackenschmerzen. Gleiches gilt für große Handtaschen, wie Frau sie gern über der Schulter trägt. "Dabei zieht man die Schulter automatisch hoch, die Muskulatur verkrampft sich, der Rücken wird fehlbelastet", warnt Poetsch.
Das rät der Experte:
Wie du Blasen und Druckstellen an den Füßen verhinderst, erfährst du in der Infobox.
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