12.10.2019 15:01 |

Elektro-Offensive

Günstige E-Autos sind laut VW ein „Bürgerrecht“

VW will binnen fünf Jahren mit einer neuen Baureihe günstiger Elektroautos möglichst viele Kunden erreichen. „Wir sehen Mobilität als Bürgerrecht, sie muss erschwinglich sein - und das ist auch eine Aufgabe von Volkswagen“, betonte VW-Vorstandschef Herbert Diess in einem Interview.

VW-Chefstratege Michael Jost erklärte, das Unternehmen arbeite an einem E-Citycar, das weniger als 20.000 Euro kosten solle. „Wir wollen ein solches Fahrzeug 2023/2024 auf den Markt bringen“, bestätigte Jost. Als Reichweite dürften demnach 220 bis 250 Kilometer genügen, hieß es nun.

Die Statements fielen im Zuge eines Gespräches mit dem Magazin „Automobilwoche“ (Samstag-Ausgabe), krone.at berichtete bereits vor einer Woche.

Zunächst steht bei VW die Markteinführung des E-Modells ID.3 mit einer höheren Reichweite von rund 300 Kilometern auf dem Programm, das für rund 30.000 Euro angeboten werden soll. Für das Frühjahr 2020 sind die ersten Auslieferungen geplant. Zwar hat die VW-Gruppe bereits einige Elektroautos im Programm - etwa den Audi e-tron oder den E-Sportwagen Porsche Taycan. Eine rein elektrische Großserie zu einem geringeren Einstiegspreis fehlt bisher aber noch.

Große Elektro-Offensive von VW
Zuletzt war bekannt geworden, dass VW vor seiner großen Elektro-Offensive offenbar noch sein Lager der älteren E-Modelle räumt und dabei auf Niedrigpreise setzt. Einer jüngsten Rabattstudie des CAR-Instituts der Universität Essen-Duisburg zufolge wird der batteriegetriebene e-Golf derzeit mit hohen Abschlägen in den Markt gedrückt.

Bei Internet-Händlern haben die Marktbeobachter nach eigenen Angaben mehrere Angebote gefunden, die mit der staatlichen Förderung auf einen Verbraucher-Endpreis von knapp mehr als 20.000 Euro kommen. Das bisher für 31.900 Euro angebotene Elektroauto liege damit aktuell unter dem Listenpreis des günstigsten Verbrenner-Golfs.

 krone.at
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