14.09.2019 19:46 |

E-legant

Honda e: Serienversion des erstaunlichen Stromers

So einfallslos der Name, so kreativ ist das Design des Honda e. Die Japaner haben auf der IAA die Serienversion des kleinen Elektroautos gezeigt und dazu auch gleich die Preise bekannt gegeben. 34.990 Euro klingt auf Anhieb etwas happig für einen Unter-Vier-Meter-Kleinwagen - aber der hat‘s in sich!

Schon das Design ist so erfrischend wie wenig andere Neuerscheinungen. Zwar fehlt ihm etwas die Schärfe der Studie Urban EV, tatsächlich ist der Unterschied aber relativ gering. Klar, die Felgen sind kleiner, die lustigen Lichtspiele an der Front (dort, wo andere einen Kühlergrill haben) würden an den Zulassungsbehörden scheitern und auch ein Zweitürer ist es nicht geblieben. Info am Rande: Anders, als man das erwarten würde, hat Honda zuerst die Serienversion entwickelt, erst anschließend die Studie.

Dabei wirkt das Serienfahrzeug, als wäre es eben nur eine Studie. Außenspiegel gibt es nicht, die werden serienmäßig durch kleine Kameras ersetzt, deren Bild auf Sechs-Zoll-Displays an den äußeren Rändern des Armaturenbretts gezeigt wird. Überhaupt besteht das gesamte Armaturenbrett aus insgesamt fünf Displays, die zu einem durchgängigen zusammenwachsen. Trotzdem wirkt der Honda e wohnlich, denn vor der TFT-Fläche befindet sich eine angenehme Fläche in angenehmer Holzoptik, die ein wenig Wohnzimmertisch-Flair aufkommen lässt.

Auch der Beifahrer hat seinen eigenen, 12,3 Zoll großen Bildschirm. Auf dem kann er beispielsweise ein Navi-Ziel eingeben und mit einem Wisch zum Fahrer hinüberschieben. Oder er schließt eine Spielekonsole an und zockt.

Ganz schön viel Platz
Der Honda e hat den riesigen Vorteil, dass er kein bestehendes Fahrzeugkonzept ist, das elektrifiziert wurde (wie etwa der Mini Cooper SE) oder das zwar neu ist, aber sowohl mit Elektro- als auch Verbrenner-Antrieb ausgestattet wird (wie etwa der Opel Corsa). Daher verschenkt er keinen Platz und überrascht beim Einsteigen: Kann er nicht vielleicht doch innen größer sein als außen? Bei einer Außenlänge von 3,92 Meter hätten wir nicht mit so luftigem Sitzen auf der Rückbank gerechnet. Tolle Beinfreiheit und auch die Kopffreiheit reicht locker auch für groß gewachsene Mitreisende. Nicht sehr groß ist hingegen der Kofferraum.

Zwei Leistungsstufen zur Wahl
Der Motor, der hinter den Insassen platziert ist und die Hinterräder antreibt, wird in zwei Leistungsstufen angeboten: 100 kW/136 PS und 113 kW/154 PS. Beiden gleich ist das maximale Drehmoment von 315 Nm, das für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in rund acht Sekunden gut sein soll. Seine 35,5-kWh-Akkus trägt der Honda e im Fahrzeugboden, was zur 50:50-Gewichtsverteilung beiträgt.

In einer halben Stunde sollen sie zu 80 Prozent geladen sein, wenn sie vorher leer waren. Die Buchse für den CCS2-Stecker befindet sich hinter einer Klappe auf der Front. Dadurch ist sie zwar gut zugänglich, aber auf Dauer wird das Stromkabel wohl den Lack zerkratzen, wenn sich die Ladesäule seitlich vom Fahrzeug befindet. Mit Wechselstrom lädt der Honda e mit maximal 6,6 kW.

Volle Akkus sollen für 205 Kilometer nach WLTP reichen.

Für die Basisversion mit 100 kW ruft Honda 34.990,-- Euro auf, die Version mit 113 kW und besserer Ausstattung kostet 37.990,-- Euro. Jeweils abzüglich E-Mobilitätsbonus von bis zu 3.300,- aus der Förderaktion des Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung. Bestellbar ist der Honda e bereits, ausgeliefert wird ab Frühsommer 2020.

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