29.06.2019 11:04 |

RTR-Studie

Mobilfunk: Umsatz stagniert, Apps lösen die SMS ab

Die Mobilfunk-Umsätze der Telekomfirmen in Österreich stagnieren seit 2012 bei rund 600 Millionen Euro pro Quartal. Es gebe sogar einen leicht negativen Trend, geht aus einer Studie des Economica Instituts für die Rundfunk- und Telekom Regulierungsbehörde (RTR) hervor.

Der Versand von SMS ist in den vergangenen sechs Jahren demnach um knapp drei Viertel eingebrochen. 2012 wurden noch 7,8 Milliarden Textnachrichten verschickt, 2018 waren es nur noch 2,2 Milliarden. Messenger-Dienste wie Skype, WhatsApp, Facebook Messenger oder Signal ersetzen herkömmliche SMS.

Datenverbrauch steigt rasant an
In den vergangenen Jahren stieg der Datenverbrauch in Österreich rasant an. 2012 betrug der durchschnittliche mobile Datenverbrauch von Endkunden weniger als 25 Millionen Gigabyte (GB) pro Quartal, 2018 waren es bereits 373 Millionen GB und damit fast fünfzehnmal so viel Datenvolumen. Die Preise für mobiles Breitband sind stark gesunken, Anfang 2012 waren es knapp unter 25 Euro pro GB, 2018 sind es unter zwei Euro - ein Rückgang von 92 Prozent in sechs Jahren.

Telekom-Bereich schafft Zehntausende Jobs
Im Jahr 2018 betrug die Bruttowertschöpfung laut Berechnungen des Economica Instituts 6,96 Milliarden Euro, die unmittelbar und mittelbar mit der gesamten Telekomwirtschaft im Zusammenhang stehen. Darin eingerechnet sind ebenfalls die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche, etwa die Herstellung von Glasfaserkabeln oder die Vermietung von Telekommunikationsanlagen. Die Ökonomen zählten 79.380 Arbeitsplätze.

Die RTR hat die Studie nach eigenen Angaben in Auftrag gegeben, um die ökonomische Bedeutung der Telekommunikationswirtschaft aufzuzeigen. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung über die Systematik der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung hinaus wurde bislang nur unzureichend thematisiert„, so Telekom-Regulator Johannes Gungl in einer Aussendung. “Die Leistungen der Telekommunikationswirtschaft sind Grundvoraussetzung für das Funktionieren einer digitalen Ökonomie und modernen Gesellschaft", so Studienautor und Economica-Chef Christian Helmenstein.

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