Eklat am Flughafen Wien-Schwechat! Bei der Rückkehr von Pro-Palästina-Aktivisten kam es am Montag zu tumultartigen Szenen, in die auch der ehemalige ÖSV-Abfahrer Julian Schütter verwickelt war.
Als Unterstützer und Rückkehrer lautstark durch das Terminal des Flughafens Wien-Schwechat zogen, Fahnen schwenkten und unter anderem die Parole „From the River to the Sea“ skandierten, eskalierte die Situation. Damit ist das gesamte israelische Staatsgebiet zwischen Mittelmeer und Jordan gemeint. Kritiker verstehen den Slogan als Forderung nach der Auslöschung Israels.
Schütter festgenommen
Als die Situation zunehmend hitziger wurde, griff die Polizei ein. Vor Ort sollen sich rund zehn Beamte befunden haben. Dabei wurde auch der ehemalige ÖSV-Abfahrer Julian Schütter festgenommen und von Polizisten am Boden fixiert. Die Aufnahmen davon wurden von den Aktivisten selbst in den sozialen Medien veröffentlicht.
„Ich wurde verhaftet“
Weitere Videos zeigen, wie Beamte mit Clown-Emojis verhöhnt werden. In einem später veröffentlichten Clip sprach Schütter selbst über den Vorfall. „Ich wurde verhaftet, weil ich anscheinend zu laut war und im Terminal im Weg gelegen bin.“
Schütter gehörte zuvor zu jenen drei österreichischen Staatsbürgern, die in Israel in Gewahrsam genommen worden waren. Die Aktivisten hatten versucht, die Seeblockade vor Gaza zu durchbrechen – laut eigenen Angaben aus „humanitären Gründen“.
Während des Polizeieinsatzes riefen Unterstützer lautstark „Polizeigewalt!“ und versuchten laut den veröffentlichten Videos, den Beamten den Weg zu versperren. Die Polizei verteidigte ihr Vorgehen. „Wir haben verhältnismäßige Gewalt angewendet“, sagte ein Beamter in einem der Videos.
ÖSV-Rücktritt mit 25 Jahren
Schütter gehörte mehrere Jahre dem österreichischen Speed-Team an und war regelmäßig im Weltcup in Abfahrt und Super-G im Einsatz. Im Frühjahr 2024 beendete der damals 25-jährige Steirer überraschend seine Karriere und trat seither vor allem mit gesellschaftspolitischem Engagement öffentlich in Erscheinung.
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