03.06.2019 12:20 |

Der Geheimnis-Renner

Porsche 981 Bergspyder: 4 Jahre unter Verschluss

Mit dem 981 Bergspyder hat Porsche jetzt eine radikale Leichtbaustudie auf Boxster-Basis der Öffentlichkeit präsentiert - vier Jahre nach ihrem Entstehen. Bereits 2015 wurde das Projekt ins Leben gerufen, das zum Ziel hatte, aus dem Porsche-Roadster einen möglichst leichten Gipfelstürmer zu machen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden etliche als verzichtbar erachtete Teile entfernt. Dach, Dämmmaterialien oder auch die Windschutzscheibe haben die Ingenieure als überflüssig deklariert. Außerdem gibt es nur noch einen Sitz. Die „Fettabsaugung“ sorgte für eine Verringerung der Massen um rund 300 Kilogramm auf ein Gesamtgewicht von 1099 kg.

Dennoch bleibt der 981 Bergspyder damit deutlich schwerer als sein historisches Vorbild, an das unter anderem die weiße Außenlackierung und der grüne Längsstreifen erinnern sollen. Der 909 Bergspyder aus dem Jahr 1968 brachte es mit Gitterrohrahmen aus Aluminium und Karosserieteilen aus GFK trocken auf nur 384 Kilogramm. Für atemberaubende Fahrleistungen sorgte ein Zweiliter-V8 mit 275 PS, der den nur 3,50 Meter kurzen und 71 Zentimeter flachen Einsitzer auf bis zu 250 km/h beschleunigte.

Trotz seines fast dreifachen Gewichts ermöglicht der 981 Bergspyder mit seinem 393 PS starken 3,8-Liter-Boxermotor einen Sprint auf 100 km/h in rund vier Sekunden. Auch wenn das Fahrzeug technisch wie optisch eine gewisse Faszination ausübt, wird es ein Einzelstück bleiben, das künftig im Porsche Museum stehen wird. Ein Serienbau ist ausgeschlossen.

(SPX)

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