Angst vor Putsch

Kreml verschärft Personenschutz für Putin

Außenpolitik
04.05.2026 21:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einer Angriffswelle auf hochrangige Militärangehörige ist der Kreml massiv um die Sicherheit des russischen Präsidenten besorgt und hat Maßnahmen drastisch erhöht. Die Maßnahmen betreffen auch Köche, Leibwächter und Fotografen von Wladimir Putin – diese dürfen offenbar nicht einmal mehr öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Auch ehemaligen Ministern wird ein Putschversuch zugetraut ...

Ein Bericht des europäischen Geheimdienstes enthüllt, dass die Angst in der russischen Regierung vor Anschlägen wächst. Bereits als ein hochrangiger General im Dezember getötet wurde, wurden die Sicherheitsmaßnahmen massiv erhöht. Neue Überwachungssysteme wurden im Zuhause von engen Mitarbeitern installiert – diese dürfen nun auch keine Handys mit Internetzugang verwenden. 

Auch öffentliche Verkehrsmittel sind für Angestellte im engsten Umfeld nun tabu. Besucher Putins müssen zwei Kontrollen durchlaufen und Leibesvisitationen über sich ergehen lassen. Auch für Putin gelten Einschränkungen – so verzichten der Kreml-Chef und seine Familienmitglieder auf den Aufenthalt ihrer üblichen Residenzen in Moskau und ihres Sommeranwesens in der Waldai. 

Recherchen zeigen, dass die Putins Residenz in Waldai seit dem überfall auf die Ukraine mit mehreren Luftabwehrsystemen und Boden-Luft-Raketensystemen aufgerüstet wurde: 

Putin verschanzt sich wochenlang in Bunkern
Seit dem Überfall in die Ukraine im Jahr 2022 soll sich Putin teilweise wochenlang in modernen Bunkern verschanzen – häufig soll er sich in einer Anlage in Krasnodar aufhalten.

Die Küstenregion am Schwarzen Meer befindet sich ein paar Stunden von Moskau entfernt. In diesem Jahr besuchte der Präsident zudem noch keine Militäreinrichtungen – um diese Tatsache zu vertuschen, veröffentlichte der Kreml stattdessen Archivaufnahmen von Putin, wie CNN berichtet.

Die Sorge ist nicht unbegründet: Die Probleme des russischen Regimes nehmen durch die Rückschläge im Ukraine-Konflikts zu. Jeden Monat sollen 30.000 russische Soldaten ihr Leben verlieren, ohne dass nennenswerte Erfolge erzielt werden können. Immer mehr Russen finden diese Situation untragbar, auch die bisher von Konsequenzen verschonten Eliten in den Städten sind von den Auswirkungen des Krieges betroffen.

So wurde aktuell auch ein luxuriöses Hochhaus in der russischen Hauptstadt Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs – in unmittelbarer Nähe des Kremls. Auch der Mobilfunk fällt immer öfter aus, die wirtschaftlichen Kosten verärgern die Menschen in Russland zunehmend. 

Ex-Minister Schoigu wird als Risiko betrachtet
Kein Wunder also, dass der Kreml sich um die innere Sicherheit sorgt. Das Risiko eines Komplotts oder Putschversuchs gegen den russischen Präsidenten wird als hoch eingestuft – sogar ein mögliches Attentat durch Mitglieder der russischen politischen Elite wird nicht ausgeschlossen.

Auch der Ex-Verteidigungsminister und ehemalige Putin-Vertraute Sergei Schoigu „wird mit dem Risiko eines Staatsstreichs in Verbindung gebracht, da er innerhalb des militärischen Oberkommandos weiterhin erheblichen Einfluss ausübt“, wie es in dem Bericht des europäischen Geheimdienstes heißt. 

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