Nur für zwei Tage

Russland verkündet Feuerpause in der Ukraine

Außenpolitik
04.05.2026 20:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die russische Armee hat eine einseitige Waffenruhe mit der Ukraine verkündet – allerdings nur für den 8. und 9. Mai anlässlich des Gedenkens an den Sieg der Sowjetunion über Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Aus Kiew meldete Präsident Wolodymyr Selenskyj, kein offizielles Angebot zur Feuerpause erhalten zu haben.

Wie berichtet, ist wenige Tage vor der traditionellen Militärparade eine ukrainische Drohne nahe dem Zentrum der russischen Hauptstadt Moskau in ein Wohnhaus eingeschlagen. Verletzt wurde laut dem Bürgermeister niemand. Der Einschlagsort liegt nur etwa sechs Kilometer Luftlinie vom Roten Platz entfernt, auf dem der Tag des Siegs gefeiert werden soll.

Erstmals seit 2007 keine Militärtechnik-Show
Diesmal wird zum ersten Mal seit 2007 keine Militärtechnik gezeigt. Man fürchte sich vor ukrainischen Drohnenangriffen, teilte das russische Verteidigungsministerium bereits Ende April mit. Russland meldet häufig Drohnenangriffe auf den Großraum Moskau, allerdings eher auf Flughäfen, Militäranlagen und Vororte. Zivile Infrastruktur wird selten beschädigt. Die meisten Drohnen werden zudem abgeschossen.

Russische Beobachter weisen auch darauf hin, dass die Demonstration von militärischer Macht unglaubhaft wirken könnte angesichts der russischen Probleme im Ukraine-Krieg. Die Wirtschaft leidet unter dem Krieg und die militärischen Verluste sind hoch.

Selenskyj streut Salz in die Wunde
„Sollte das Kiewer Regime versuchen, seine kriminellen Pläne zur Störung der Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg umzusetzen, werden die russischen Streitkräfte einen massiven Vergeltungsraketenangriff auf das Zentrum von Kiew starten“, sagte das russische Verteidigungsministerium am Montag.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der von keinem offiziellen Angebot zu einer Feuerpause aus Moskau wissen wollte, Salz in die Wunde gestreut. Russland sei nach mehr als vier Jahren geschwächt, während sein eigenes Land stärker werde, sagte er in Jerewan. „Und sie fürchten, dass Drohnen über den Roten Platz fliegen. Das sagt etwas. Es zeigt, dass sie jetzt nicht stark sind“, erklärte er weiter. Im Sommer werde sich Russlands Präsident Wladimir Putin entscheiden müssen, ob er den Krieg ausweiten wolle oder stattdessen den Weg der Diplomatie wähle.

Waffenruhe mit Trump besprochen
Bereits bei einem Telefonat Ende April hatten zuerst Putin und US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Waffenruhe über den Feiertag gesprochen. Während Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte, dass Putin eine Feuerpause vorsehe, reklamierte auch Trump die Initiative für sich. Selenskyj forderte daraufhin von den USA Aufklärung, was genau besprochen worden sei. Die Ukraine trete für einen dauerhaften Waffenstillstand und einen mit Sicherheitsgarantien versehenen Frieden ein, sagte er.

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