Abflug nach Rekord

Schnellstes Auto der Welt nur noch ein Haufen Schrott

Motor
01.04.2010 15:27
Das schnellste straßenzugelassene Auto der Welt, der Porsche 9ff GT9-R, ist nur noch ein Haufen Schrott. Der 414 km/h schnelle Bolide stellte beim „Vmax Armageddon“ auf dem Bruntingthorpe Proving Ground in der englischen Grafschaft Leicestershire mit 356 km/h einen neuen Streckenrekord auf, bevor er von der Piste abflog und sich in seine Bestandteile faltete.

Ein Bremsmanöver aus hoher Geschwindigkeit missglückte und sorgte für gehörige Kaltverformung an dem Super-Porsche, der Totalschaden erlitt. In unversehrtem Zustand schaffte er mit seinen 1.135 PS den Hunderter-Sprint in 2,9 Sekunden, als Maximum standen 414 km/h auf der Uhr.

Die kleine Gemeinheit am Rande: Der Besitzer wollte den Mittelmotor-Boliden verkaufen, er wurde auf der Internet-Plattform Jameslist für über 820.000 Euro netto angeboten (siehe Infobox). Inklusive Steuern also ein Millionenschaden, den wohl keine Versicherung übernehmen wird.

In der Liste der Schnellsten steht jetzt der SCC Ultimate Aero TT mit 412 km/h im Typenschein wieder ganz oben.

Noch ein Millionenschaden
Der Überdrüber-Porsche ist nicht der einzige Millionen-Bolide, der schwer gecrasht wurde: Ein Prototyp des Pagani C9, der ab Ende des Jahres den Pagani Zonda ersetzen soll, wurde auf einer deutschen Autobahn schwer beschädigt. Der Wagen, der ebenfalls rund eine Million Euro wert ist, krachte in der Nähe des Stuttgarter Mercedes-Testgeländes in die Leitplanke. Der AMG-Motor des Karbon-/Titan-Fahrzeugs leistet 700 PS und bringt 1.000 Nm.

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