03.05.2019 12:41 |

Nach „Sensorvault“

Google erleichtert Löschung des Standortprotokolls

Die Enthüllungen über Googles Standortdatenbank „Sensorvault“ für Behörden haben offenbar Folgen: Google hat angekündigt, seinen Nutzern künftig bessere Werkzeuge in die Hand zu geben, um gesammelte Standortdaten regelmäßig zu löschen. Musste der User seine Standortdaten bisher manuell löschen, kann dies künftig in regelmäßigen Zeitabständen automatisiert passieren.

In Zukunft - einen genauen Starttermin für das neue Feature blieb Google vorerst schuldig - soll man in seinem Google-Konto einstellen können, dass gesammelte Standortdaten entweder weiterhin nur manuell oder aber automatisch nach drei oder 18 Monaten gelöscht werden.

Neben dem Standortverlauf sollen künftig auch die Web- und App-Aktivitäten regelmäßig und fortlaufend gelöscht werden können. Die neue Funktion werde „in den kommenden Wochen“ für alle Google-User freigeschaltet, so der Internetkonzern in einem Blogeintrag.

Möglicherweise Stein des Anstoßes: Vor etwa zwei Wochen wurde bekannt, dass Google die gesammelten Standortdaten seiner User zumindest in den USA über eine eigene Datenbank namens „Sensorvault“ Behörden zur Verfügung stellt. In einem Fall sollen die auf diesem Wege erhobenen Daten zur Verhaftung eines Unschuldigen beigetragen haben, enthüllte die „New York Times“.

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