06.03.2019 10:24 |

Online-Shopping

Paketbranche erwägt Aufpreis für Haustür-Lieferung

Wer sich sein Paket bis zur Haustür liefern lässt, könnte dafür künftig mehr zahlen. Beim Versanddienstleister DPD, der Deutschland-Tochter der französischen Post, rechnet man damit, „dass sich die Haustürzustellung branchenweit zu einem höherpreisigen Premiumservice entwickelt.“ Entsprechende Überlegungen gibt es auch beim Paketdienst Hermes.

„Wir müssen uns (...) überlegen, inwieweit eine Haustürzustellung als Standardleistung langfristig tragbar ist“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur eine Hermes-Sprecherin. Grund: Die sogenannte „letzte Meile“, also der letzte Abschnitt bis zur Paketübergabe, ist aufgrund des gestiegenen Paketaufkommens durch Online-Shopping besonders zeitintensiv und damit letztlich auch teuer. In Ländern wie Schweden koste die Lieferung bis zur Haustür deshalb bereits extra, so die Sprecherin.

Der Mitbewerber GLS, Tochter der britischen Royal Mail, hatte entsprechende Zuschläge dem Bericht nach bereits bei einigen Firmenkunden für das Weihnachtsgeschäft eingeführt. Haustürlieferungen an Privatkunden seien aufwendiger als gewerbliche Lieferungen an Firmen, bei denen die schnelle Annahme der Pakete gewährleistet sei, wird eine GLS-Sprecherin zitiert. GLS hat demnach Preisaufschläge gegenüber Unternehmen durchgesetzt, in dessen Auftrag die Firma Pakete transportiert. Ob die Versender die höheren Haustürpreise an ihre Endkunden weitergereicht haben, ist unklar.

Online-Handel setzt Branche unter Druck
Beim zur Deutschen Post gehörenden Versanddienstleister DHL seien derzeit keine Zuschläge für die Haustürzustellung geplant, hieß es. Auch DPD und Hermes betonten, keine konkreten Vorhaben samt baldiger Umsetzung zu haben. Das ungebremste Wachstum des Online-Handels setzt die Branche jedoch zunehmend unter Druck. Paketdienste wie die Post, DHL, Hermes und DPD lieferten einer „Branchenradar“-Marktanalyse zufolge 2018 in Österreich fast 228 Millionen Pakete aus, um neun Prozent mehr als im Jahr davor.

Mehr Bestellungen - und Retouren
Getragen wurde das Paketwachstum im vergangenen Jahr sowohl von Privatpersonen, die mehr bestellten, als auch Firmenkunden. Doch während sich die Zahl der Pakete im Geschäftskundensegment um 2,1 Prozent auf 95 Millionen Stück erhöhte, stieg sie im Konsumentengeschäft kräftig um 14,6 Prozent auf knapp 132,7 Millionen Stück. 
Doch nicht jedes Paket bleibt beim Kunden: Die wachsenden Interneteinkäufe führten im Vorjahr zu einem Anstieg der Retouren um 16 Prozent auf rund 28 Millionen Pakete.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Werner kommt nicht
Entscheidung gefallen: Bayern sagt RB-Stürmer ab!
Fußball International
Im Alter von 87 Jahren
Österreichs Ski-Pionier Gramshammer verstorben
Wintersport
„Persönliche Gründe“
Vapiano-Chef trat überraschend zurück
Welt
Deutsche Bundesliga
Sabitzer-Show: RB Leipzig demütigt Union Berlin!
Fußball International
Premier League
Fuchs-Klub Leicester luchst Chelsea einen Punkt ab
Fußball International
Frankfurts Matchwinner
„Schrecken war groß“: Kurze Sorge um Hinteregger
Fußball International
Tadic-Show zu wenig
3:3 nach 0:3! Altach mit bärenstarker Aufholjagd
Fußball National
Schlusslicht stärker
Austria enttäuscht wieder: Admira holt 1. Punkt!
Fußball National
Umstrittener Treffer
Schwab-Goldtor! Rapid gewinnt Hit gegen Sturm
Fußball National
„Das ist befremdlich“
„Ibiza-Dosenschießen“ auf SP-Fest sorgt für Wirbel
Niederösterreich

Newsletter