01.03.2019 08:26 |

Spionage-Vorwurf

Huawei plädiert vor US-Gericht auf nicht schuldig

Der chinesische Telekom-Gigant Huawei hat nach einer Klage der US-Regierung wegen Industriespionage sämtliche Vorwürfe vor Gericht zurückgewiesen. Das Unternehmen plädierte in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig, wie das zuständige Bundesbezirksgericht im US-Staat Washington am Donnerstag mitteilte. Der Prozessauftakt wurde für den 2. März 2020 angesetzt.

Die USA hatten Ende Jänner Anklage wegen angeblicher Ausspähung von Geschäftsgeheimnissen gegen Huawei erhoben. Konkret geht es um Technologie-Diebstahl bei einem Gerät der Telekom-Tochter T-Mobile US zum Testen von Smartphones. Die beiden Unternehmen hatten ihren Konflikt darum zwar schon 2017 zivilrechtlich beigelegt, doch für die US-Regierung ist der Fall damit noch nicht abgeschlossen.

Der Rechtsstreit um Industriespionage ist nur ein Teil der US-Anschuldigungen gegen Huawei. Zusätzlich werden dem Tech-Konzern Verstöße gegen Iran-Sanktionen, Geldwäsche, Betrug und Verschwörung zur Behinderung der Justiz vorgeworfen.

Anfang Dezember wurde Huaweis Finanzchefin Meng Wanzhou deshalb auf Betreiben der USA in Kanada verhaftet. Die US-Behörden fordern ihre Auslieferung nach Amerika, wo bei einer Verurteilung eine lange Haftstrafe drohen würde. Huawei-Gründer Ren Zhengfei kritisierte die Verhaftung seiner Tochter als „politischen Akt“ in einem Handelskrieg der USA gegen China.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter