19.01.2019 23:14 |

Begehrter Sportler

Porsche 911: Fliegen und es richtig fliegen lassen

Auf der Vienna Autoshow haben Fans den neuen Porsche 911 noch vergeblich gesucht, denn die Stuttgarter haben sich für die Österreich-Premiere der Baureihe 992 etwas Exklusiveres einfallen lassen: Per Hubschrauber haben sie ihn auf die Terrasse der Areit-Lounge auf 1408 Meter über Zell am See geflogen, um ihn mit Presse, Prominenz und der Familie Porsche zu feiern.

Zell am See ist so etwas wie eine heimliche Porsche-Heimat, Wolfgang Porsche lebt hier auf dem Schüttgut. Und einen passenden Rahmen für die Inthronisation der schnellen Ikone gab es auch: das Revival des Ice Race, das vor 45 Jahren zum letzten Mal auf dem Zeller See stattgefunden hat.

Auf den Fotos hier friert der 911er bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Weltpremiere in Los Angeles schön langsam ein, aber nicht weil er so cool ist, sondern weil es an dem Abend minus zehn Grad hatte.

Am nächsten Tag war es noch kälter - und für mich noch cooler, denn nachdem der Porsche per Heli wieder von der Alm geflogen war, war ich gemeinsam mit einem Journalistenkollegen der Erste, der ihn fahren durfte, wenn auch nur kurz. Ein ausführlicher Fahrbericht folgt nach der wirklichen Presse-Präsentation Anfang der Woche in Valencia hier auf krone.at.

Auf einsamen Bergstraßen rund um Zell am See konnte ich mich aber schon davon überzeugen, warum Porsche den 992 - wie alle seine Vorgänger - als den besten Elfer aller Zeiten bezeichnet. Er sieht aus wie ein 911, er fühlt sich an wie ein 911 und er fährt wie ein 911. Trotz rund 50 kg Mehrgewicht extrem leichtfüßig, trotz Turbo spontan wie ein Sauger und trotz seiner Wahnsinns-Straßenlage komfortabel. Allein die Lenkung ist ein Gedicht! Einer für alle, könnte man sagen, denn hier kommen Normalfahrer bestens zurecht und sportliche Spaßfahrer voll auf ihre Kosten. So leicht und geschmeidig kann man es nicht mit jedem Sportwagen richtig fliegen lassen.

Trotz eines digitalen Cockpits hat er noch immer einen analogen Drehzahlmesser in der Mitte vor dem Fahrer, daneben in digitaler Form weitere vier Rundinstrumente, von denen die beiden äußeren aber leider vom Lenkrad verdeckt werden. Das riesige Mitteldisplay ist wie bei Panamera & Co.

Im Heck werkt ein 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxer, auch wenn man ihn nicht sieht. Öffnet man die Klappe hinten (das bedeutet: die Lüftungsschlitze), kommen nur zwei Lüfter, eine Plakette und zwei Einfüllstutzen zum Vorschein. Der Carrera S leistet 450 PS (30 PS mehr als der Vorgänger), die er über ein neu entwickeltes und extrem gut gelungenes Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe überträgt.

Mit dem optionalen Sport Chrono-Paket benötigt das hinterradgetriebene Coupé 3,5 Sekunden, der 911 Carrera 4S mit Allradantrieb 3,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen 308 km/h (911 Carrera S) und 306 km/h für die Allradvariante.

Auf der Areit-Alm wird man den neuen Porsche 911 so schnell nicht wieder sehen, jedoch beim Händler, wo er in Österreich ab 145.000 Euro (als Allradler ab 155.000 Euro) bestellt werden kann.

Mehr zu diesem Sportwagen nach der Fahrpräsentation.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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