Nicht zum ersten Mal

Türke (44) versorgte Mädchen jahrelang mit Kokain

Salzburg
17.06.2026 14:19

Über drei Jahre – zwischen 2023 und 2026 – kamen immer wieder zehn Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren zum Angeklagten, einem zweifachen und vorbestraften türkischen Vater, in die Wohnung in Salzburgs berüchtigter Bahnhofsgegend. Wegen Kokain. Beim Prozess im Landesgericht legte er ein Geständnis ab und schwieg sonst.

Der Angeklagte ist Türke, geschieden, vorbestraft und Vater zweier Kinder, die jetzt 16 und 18 Jahre alt sind – darunter eine Tochter. Dennoch hatte der Mann in den vergangenen drei Jahren regelmäßig Besuch von insgesamt zehn verschiedenen Mädchen, teils im minderjährigen Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Manche kamen sogar wöchentlich zu ihm, um Kokain zu erhalten. Unentgeltlich, wie es in der Anklage hieß. Also, einfach so? Eine Frage, die beim Prozess am Mittwoch im Landesgericht nicht gestellt wurde.

„Ein ganz ähnlicher Vorwurf“
Auffallend war aber, dass der Angeklagte Ende 2023 bereits verurteilt wurde – wegen eines „ganz ähnlichen Vorwurfs“, wie es die Richterin erklärte. Laut „Krone“-Informationen war es damals eine 17-Jährige, der er Kokain übergab. Damals wurde er auch verurteilt wegen sexueller Handlungen gegen den Willen dieses Opfers. 

Geständnis und Schweigen
„Mein Mandant hat einen Fehler gemacht“, erklärte der Verteidiger, erwähnte eine Drogenabhängigkeit und kündigte ein Geständnis an. „Er kann sich nur entschuldigen. Er möchte Beschuldigtenrechte wahrnehmen und wird deshalb keine Fragen beantworten“, so der Rechtsanwalt. Zur Schuldfrage der Richterin sagte der rückfällige 44-Jährige nur eines auf Türkisch: „Ich war alkoholisiert und bin schuldig.“

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Sie haben selbst eine Tochter. Denken Sie, gerade auch als Vater, darüber nach. 

Klare Worte der Richterin zum Angeklagten

Nach einer halben Stunde verkündete die Richterin bereits das nicht rechtskräftige Urteil: 14 Monate teilbedingte Haft, zwei davon unbedingt. 

„Sie sollten als Erwachsener eigentlich Minderjährige schützen“, betonte die Richterin bei der Urteilsverkündung und forderte ihn per gerichtlicher Weisung auf, einen Wertekurs zu besuchen – um den Umgang mit Frauen und Mädchen besser zu lernen. Sie sprach den Angeklagten auf einer moralischen Ebene an: „Sie haben selbst eine Tochter. Ich hoffe, dass sie sich damit auseinandersetzen. Denken sie, gerade als Vater, darüber nach!“ Denn: Auch bei der Vorstrafe war „ein sexueller Aspekt immanent“. 

Die „Krone“ fragte kurz nach dem Prozess wegen des 44-Jährigen bei der Anklagebehörde nach, die dabei bestätigte: „Es laufen weiterhin Ermittlungen wegen möglicher sexueller Übergriffe.“ 

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