Am Mittwoch hat das norwegische Königshaus bekannt gegeben, dass Kronprinzessin Mette-Marit eine neue Lunge bekommen hat. Wie die norwegische Zeitung „Se og Hør“ jetzt berichtete, bekam sie im Spital in den vergangenen Tagen unter anderem auch von Sohn Marius Borg Høiby Besuch – und das, obwohl dieser nach seiner Verurteilung am Montag eigentlich im Gefängnis sitzt.
Im norwegischen Königshaus überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Erst am Montag wurde der 29-Jährige von einem Gericht in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Am Mittwoch wurde schließlich bekannt, dass seine Mutter Mette-Marit eine neue Lunge bekommen hat.
Marius durfte trotz U-Haft zu Mette-Marit
Wie die norwegische Zeitung nun berichtete, sei Marius in den vergangenen Tagen mehrfach von der Polizei ins Osloer Rikshospitalet gebracht worden – still und heimlich, damit er seine frisch operierte Mama besuchen kann. Wegen der außergewöhnlichen familiären Situation habe man Høiby besondere Ausgänge aus dem Strafvollzug genehmigt.
Wie viele Besuche es tatsächlich waren, das ist nicht bekannt. Jedoch wurde Marius erst am Freitag vom Osloer Gefängnis, das geschlossen wurde, ins Ila-Gefängnis bei Oslo verlegt. Dieses wiederum liegt nur rund 18 Fahrminuten vom Universitätskrankenhaus, in dem Mette-Marits Lungentransplantation vorgenommen wurde, entfernt.
Durch den Hintereingang ins Spital
Wie es weiter heißt, sei Marius in Anwesenheit von Polizei oder Gefängnispersonal über einen Hintereingang in die Klinik geschleust worden. So wollte man vermeiden, dass von Marius‘ Besuchen Fotos gemacht werden können.
„Die Lungentransplantation ist so weit erfolgreich verlaufen“, zitierte das Königshaus am Mittwoch Abteilungsleiter Arnt Fiane vom Universitätskrankenhaus in Oslo. Die Kronprinzessin werde für mehrere Wochen im Spital bleiben müssen – erst bei ihrer Entlassung sei das nächste Update zu erwarten.
Familie steht Kronprinzessin bei
Ihr Mann, Kronprinz Haakon, werde sein Programm anpassen, um seiner Frau beizustehen. Aus Sorge um ihre Mutter war zudem Prinzessin Ingrid Alexandra, Tochter von Mette-Marit und Haakon, vorläufig aus Australien nach Hause zurückgekommen. Seit dem vergangenen Sommer studiert sie an der Universität von Sydney internationale Beziehungen und politische Ökonomie.
Mette-Marit litt unter einer schweren Lungenfibrose – ihr war es in den vergangenen Monaten immer schlechter gegangen. Vor einigen Wochen hatte der Hof mitgeteilt, dass die Kronprinzessin auf die Warteliste für eine neue Lunge gesetzt worden war. Nun ging es anscheinend sehr schnell. Spenderlungen sind rar, daher wird über solch einen Eingriff sehr kurzfristig entschieden.
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