Mogelpackung?

Streit um Milka-Größe wandert zur nächsten Instanz

Ausland
17.06.2026 15:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Veränderte Packungsgrößen bei Milka-Tafelschokoladen beschäftigen weiterhin deutsche Gerichte. Denn der Schokoladenproduzent Mondelez hat Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Bremen eingelegt, welches einer Klage von Verbraucherschützern stattgegeben hatte.

Nun wird sich ein Oberlandesgericht in Bremen mit der Frage beschäftigen, ob es sich bei der Tafel um eine Mogelpackung handelt oder nicht. Viele Milka-Tafeln wiegen nur noch 90 statt 100 Gramm, an der Verpackung hat sich jedoch kaum etwas geändert.

Mondelez: Grammangabe steht auf Vorder- und Rückseite
Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert, dass Kunden in die Irre geführt werden und klagte wegen unlauteren Wettbewerbs. Der Hersteller Mondelez mit Sitz in Bremen wehrt sich: Die neue Grammangabe stehe auf der Vorder- und Rückseite der Schokoladentafel.

Urteil ohne direkte Auswirkungen
Direkte Auswirkungen hatte das Urteil des Landgerichts Bremen übrigens nicht. Es könnte sich aber auf künftige Fälle auswirken. Mondelez geht trotzdem gegen die Entscheidung vor. Wann das neue Verfahren vor dem Oberlandesgericht beginnt, ist noch unklar.

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