30.11.2018 10:11 |

63 Verdächtige in Haft

Support-Betrug: Razzien in indischen Call-Centern

Der indischen Polizei ist ein Schlag gegen sogenannte Tech-Support-Scammer gelungen, die sich als Angestellte von Unternehmen wie Microsoft, Google oder Apple ausgeben, um Hilfe suchenden Kunden per Telefon Geld aus der Tasche zu ziehen. Bei Razzien wurden insgesamt 63 Verdächtige verhaftet.

Wie ZDNet berichtet, sollen die mutmaßlichen Betrüger in der indischen Hauptstadt Neu Delhi 26 Call-Center betrieben haben, von denen aus sie ihre vermeintliche Hilfe anboten. Den Razzien war eine Beschwerde von Microsoft vorausgegangen.Der Softwarekonzern erhält laut eigenen Angaben jeden Monat weltweit rund 11.000 Beschwerden von Kunden über entsprechende Betrugsversuche.

Im konkreten Fall sollen sich rund 7000 Betroffene an das Unternehmen gewandt haben, die 16 der insgesamt 26 indischen Call-Center zugeordnet werden konnten. Sie sollen jeweils zwischen umgerechnet rund 88 Euro und 439 Euro für den technischen „Support“ gezahlt haben.

So können Sie sich schützen
Microsoft betonte, unter keinen Umständen unaufgefordert Telefonanrufe durchzuführen, in denen angeboten werde, ein schadhaftes Gerät zu reparieren oder persönliche oder finanzielle Daten angefordert würden. Jegliche Kommunikation mit Kunden werde durch diese selbst initiiert.

Betroffenen empfiehlt das Unternehmen, Telefongespräche dieser Art so schnell wie möglich zu beenden bzw. aufzulegen und nicht auf unerwünschte und verdächtige Pop-up Fenster zu klicken sowie keinesfalls eine darin möglicherweise angezeigte Telefonnummer anzurufen. Nutzer sollten zudem niemals einem Dritten Kontrolle über den eigenen Computer geben und Fremdsoftware auf diesem installieren lassen - es sei denn, es sei sichergestellt, dass dieser ein berechtigter Vertreter eines Support-Teams ist, mit dem bereits eine Kundenbeziehung bestehe, so Microsoft.

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