Mi, 14. November 2018

Falsche Hilfe

16.10.2018 09:36

Support-Betrug: Jüngere besonders häufig betroffen

Mit einer internationalen Studie in 16 Ländern hat Microsoft erneut „Tech Support“-Betrugsfälle untersucht, bei denen sich Kriminelle als Service-Mitarbeiter großer Technologie-Unternehmen ausgeben. Das Ergebnis zeigt: Besonders Millennials (24-37 Jahre) und die sogenannte Generation Z (18-23 Jahre) fallen den Tricks zum Opfer - also gerade jene Verbraucher, die sich sehr selbstbewusst durchs Netz bewegen.

Der Studie zufolge haben bereits 63 Prozent der Internetnutzer einen derartigen Betrugsversuch erlebt. Am häufigsten erfolgte dieser über Pop-Up-Fenster und -Werbung (44 Prozent), auf Platz zwei steht mit 37 Prozent die Spam-E-Mail, gefolgt von Umleitungen auf Websites (36 Prozent) und telefonischer Kontaktaufnahme (27 Prozent). Zumeist werden Nutzer aufgefordert, Software herunterzuladen (44 Prozent) oder eine bestimmte Website aufzurufen (34 Prozent).

19 Prozent der Befragten ließen sich auf den Betrug ein und luden etwa Software herunter, besuchten eine Betrugs-Website, gewährten Betrügern Fernzugriff auf das eigene Gerät, gaben Kreditkarten- oder andere Zahlungsinformationen preis.

Jugend schützt vor Tech-Support-Betrug nicht
Auffallend: gerade diejenigen Nutzer, die sich eigentlich gut mit digitalen Anwendungen auskennen und sich selbstbewusst und selbstverständlich im digitalen Raum bewegen, fielen der Betrugsmaschen besonders häufig zum Opfer. 51 Prozent der Nutzer, die sich auf den sogenannten Tech Support Scam einließen, waren zwischen 18 und 37 Jahre alt.

Dies sei vermutlich darauf zurückzuführen, dass sich die jüngeren Generationen unter anderem insgesamt risikoreicher durch das WWW bewegten und ihre Web-Expertise falsch einschätzen bzw. überschätzen, so Microsoft in einer Mitteilung. Immerhin: Unmittelbaren finanziellen Schaden erlitten nur sechs Prozent der Gesamtbefragten. 2016 waren es noch neun Prozent.

So können Sie sich schützen
Microsoft betonte, unter keinen Umständen unaufgefordert Telefonanrufe durchzuführen, in denen angeboten werde, ein schadhaftes Gerät zu reparieren oder persönliche oder finanzielle Daten angefordert würden. Jegliche Kommunikation mit Kunden werde durch diese selbst initiiert.

Betroffenen - laut eigenen Angaben erhält Microsoft jeden Monat weltweit rund 11.000 Beschwerden von Kunden über entsprechende Betrugsversuche - empfiehlt das Unternehmen, Telefongespräche dieser Art so schnell wie möglich zu beenden bzw. aufzulegen und nicht auf unerwünschte und verdächtige Pop-up Fenster zu klicken sowie keinesfalls eine darin möglicherweise angezeigte Telefonnummer anzurufen.

Nutzer sollten zudem niemals einem Dritten Kontrolle über den eigenen Computer geben und Fremdsoftware auf diesem installieren lassen - es sei denn, es sei sichergestellt, dass dieser ein berechtigter Vertreter eines Support-Teams ist, mit dem bereits eine Kundenbeziehung bestehe, so Microsoft.

 krone.at
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