07.11.2018 07:47 |

Datenschutz-Ermittlung

Facebook wegen gefälschter Wahlwerbung unter Lupe

Die oberste EU-Datenschutzbehörde soll auf Bitte britischer Datenschützer Facebook wegen des Umgangs mit Nutzerdaten unter die Lupe nehmen. Die britische Datenschutzaufsicht reichte am Dienstag den Fall an die in Irland ansässige Behörde weiter. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stünden gefälschte politische Anzeigen. Zudem solle Licht in den Markt für Nutzerdaten gebracht werden.

Auslöser der Untersuchungen war der Datenskandal um Cambridge Analytica. Die Beratungsfirma, die während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016 für Donald Trump tätig war, hatte die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern erhalten. Im Rahmen dieser Ermittlungen seien weitere Punkte aufgefallen, die nun von der EU-Aufsicht untersucht werden müssten. Facebook und die irische Behörde waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Sender BBC hatte im Oktober über gefälschte politische Anzeigen auf dem sozialen Netzwerk berichtet. Facebook hatte zuvor erklärt, dass die Auftraggeber politischer Anzeigen ihre Identität vorlegen müssten und zudem darüber informieren müssten, wer für den Spot zahle.

„Erschreckende Geringschätzung der Privatsphäre“
„Bürger können nur dann informiert darüber entscheiden, wen sie wählen, wenn sie sicher sind, dass diese Entscheidung nicht beeinflusst wurde“, sagte die britische Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham. „Wir haben eine erschreckende Geringschätzung der Privatsphäre der Wähler entdeckt.“

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