Di, 22. Jänner 2019

Zentrum der Gesundheit

28.09.2018 06:00

Die Abwehr sitzt im Darm

Das acht Meter lange Organ ist nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern auch mit dem Gehirn in ständigem Kontakt und spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem.

70 Prozent der Immunzellen des menschlichen Körpers befinden sich im Darm. Diese vernichten gefährliche Eindringlinge, zerstören von Viren befallene Zellen und regulieren auch die Antwort des Abwehrsystems auf Feinde des Organismus. Eine gestörte Darmfunktion kann daher die gesamte Körperabwehr schwächen.

Deshalb ist es so wichtig, den Darm gesund zu erhalten. Falsche Ernährung ist das Hauptübel bei Verdauungsproblemen. Vor allem wirken sich zu viele tierische Fette und Eiweiß, hoher Fleisch- und Wurstkonsum, Zucker und Weißmehlprodukte, Fast Food, ballaststoffarmes Essen und chemische Nahrungsmittelzusätze negativ aus. Außerdem haben manche Medikamente (Antibiotika!), Schadstoffe in der Nahrung und Umweltgifte ungünstigen Einfluss. Ebenso belastende Effekte auf das Nervensystem im Darm haben hastiges Essen und vor allem Stress.  Besteht dieser längere Zeit, verändert sich die Darmflora, was wiederum Folgen auf die gesamte Gesundheit haben kann.

Neben der Vermeidung schädlicher Einflüsse unterstützen sogenannte Prä- und Probiotika die Darmgesundheit.  „Präbiotika sind unverdauliche Nahrungsinhaltsstoffe, die das Wachstum körpereigener Bakterienstämme in der Darmflora anregen. Dazu gehören einige hundert verschiedene Bakterienarten. Deren Zusammensetzung unterscheidet sich von Mensch zu Mensch“, erklärt Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Alexander Moschen, PhD, Universitätsklinik für Innere Medizin I, Medizinische Universität Innsbruck. „Probiotika sind Mikroorganismen, die das Bakteriengleichgewicht im Darm unterstützen, indem sie krankhafte Keime zurückdrängen. Beide Maßnahmen kombiniert, nennt man Synbiotika.“

Bei Infektionen im Verdauungstrakt wehrt sich der Darm mit Durchfall, um die Verursacher wie Viren (etwa Noro-, Rotaerreger) oder Bakterien (z. B. Salmonellen Campylobacter, Escherichia coli) wieder loszuwerden. Dabei kommt es zu großem Wasserverlust und - wenn Durchfall länger besteht - zu Austrocknung. Flüssigkeit muss ersetzt werden!  Unbedingt zum Arzt, wenn:

  • Durchfall länger als drei Tage anhält, bei wässrigem Stuhl mit Blut und Schleimbeimengung sowie Dehydrierung.
  • Säuglinge, Kleinkinder und alte Menschen betroffen sind, auf jeden Fall ärztlich abklären lassen.
  • Fieber und/oder Schüttelfrost auftreten.

Was sind Darmpolypen?
Schleimhautgeschwulste, die ins Innere des Darmes ragen. Es gibt unterschiedliche Arten. Vor allem die sogenannten Adenome können sich im Laufe der Zeit bösartig verändern. Polypen lassen sich während einer Darmspiegelung schmerzlos entfernen. Dann ist die Krebsgefahr gebannt.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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