Atkinsons Spam-Netzwerk, das er gemeinsam mit seinem Bruder Shane betrieb, soll für ein Drittel des weltweiten Spam-Aufkommens verantwortlich gezeichnet haben. Bis zu zehn Milliarden E-Mails versendete das in den USA, Australien, Neuseeland, China, Indien, Russland und Kanada aktive Netzwerk pro Tag. Darin wurden den Empfängern Penisverlängerungen, Pillen zur Gewichtsabnahme und verschreibungspflichtige Medikamente angeboten.
Gemeinsam mit einem US-Geschäftspartner gründete das Brüderpaar schließlich rund um den Globus Scheinfirmen, um über gekaufte Web-Domains und Kreditkartendienste gefälschte Medikamente zu verkaufen. Wie viel Geld die "Spam-Gang" damit verdiente, ist laut Julia McKean von der Australischen Kommunikations- und Medienbehörde ACMA unklar. "Aber es war sehr wahrscheinlich beachtlich", ergänzt sie.
Erst Anfang war Dezember war Atkinson von einem Gericht im US-Bundesstaat Illinois zu einer Geldstrafe von 15 Millionen US-Dollar (umgerechnet knapp 10 Millionen Euro) verdonnert worden (siehe Infobox). In Australien beträgt die Höchststrafe bei Verstößen gegen das Anti-Spam-Gesetz umgerechnet rund 676.000 Euro. Da sich Atkinson jedoch kooperativ zeigte, wurde die Strafe auf 130.000 Euro gesenkt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.