Der Grund dafür: Drei Viertel der Befragten im Alter zwischen 14 und 75 Jahren gaben an, wegen der schweren wirtschaftlichen Zeiten ihre Ausgaben für Kinotickets, Konzerte und den Besuch von Sportveranstaltungen einschränken zu müssen.
Bei der durchschnittlichen Fernsehnutzung pro Woche verbuchte sogar die "Internet-Generation" der 14- bis 29-Jährigen den stärksten Zuwachs. "Das Fernsehen ist der große Nutznießer (der Rezession)", konstatierte Ed Moran vom Beratungsunternehmen Deloitte, das die Studie mit dem Titel "Lage der Mediendemokratie 2009" in Auftrag gegeben hatte.
Verändertes Fernsehverhalten durch Internet
Doch das Fernsehen ist nicht mehr das, was es einmal war. Der von der Wahlfreiheit des Internet verwöhnte Medienkonsument lässt sich nämlich nicht mehr vorschreiben, was und wann er fernzusehen hat. "Es ist eine viel größere Leidenschaft in Bezug auf Lieblingssendungen festzustellen, die mit digitalen Rekordern aufgenommen werden, damit man sie sehen kann, wann man will", sagte Moran. Diese Entwicklung verleihe maßgeschneiderten Werbeangeboten großen Auftrieb.
Laut der Studie sei Fernsehwerbung auch wirkungsvoller als Internet-Werbung: Während 83 Prozent der Befragten Fernsehwerbespots zu den wichtigsten Einflussfaktoren für ihre Kaufentscheidungen zählen, stellte die Studie eine sinkende Bereitschaft von Internet-Benutzern fest, Werbebotschaften im Netz anzuklicken. Die dortige "Unterbrecher"-Werbung sei wenig effektiv, folgert Moran. Nutzer würden selbst dann wegklicken, wenn sie eigentlich Interesse an den beworbenen Produkten hätten.
Der Studie zufolge pflegt ein Viertel der Befragten tägliche Sozialkontakte im Internet, fast 60 Prozent sind in einem sozialen Netzwerk wie "Facebook" aktiv, während es im Vorjahr erst 48 Prozent waren.
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