Kamerun zum Surfen am gefährlichsten
Das Ergebnis: 5,8 Prozent aller untersuchten Domains sind als riskant einzustufen. Als gefährlichste Surfplätze der Welt gelten Websites unter der Top-Level-Domain Kameruns (".cm"). Dem McAfee-Report zufolge sind 36,7 Prozent aller unter dieser Adresse kursierenden Internetseiten riskant. Das afrikanische Land löst damit den Vorjahreserstplatzierten Hong Kong (".hk") ab, der heuer mit einer Risikorate von nur mehr 1,1 Prozent auf den 34. Platz abrutscht. Als zweitgefährlichster Surfplatz gelten der Studie zufolge ".com"-Adressen (32,2 Prozent), gefolgt von China (".cn") mit 23,4 Prozent.
Downloads aus Rumänien besonders häufig verseucht
Als wahre Spamschleuder entpuppte sich die Top-Level-Domain ".info": Wer auf Internetseiten unter dieser Domäne seine E-Mail-Adresse angibt, muss in 17,2 Prozent aller Fälle mit unerwünschtem Werbemüll rechnen. Weitaus gefährlicher könnte jedoch das Herunterladen von einer rumänischen Website (".ro") sein. Laut McAfee waren hier 21 Prozent der insgesamt knapp 3.000 durchgeführten Test-Downloads mit Viren sowie Spy- und Adware verseucht.
Nur 0,2 Prozent aller ".at"-Websites riskant
Doch es gibt auch Adressen, auf denen man noch nahezu gefahrlos surfen kann. Dazu gehören der Studie zufolge Internetseiten mit den Endungen ".gov" (Governmental, nur von Regierungsorganen der USA genützt), ".jp" (Japan), ".edu" (Educational, für Bildungseinrichtungen), ".ie" (Irland) sowie ".hr" (Kroatien). Österreich belegt im Ranking der gefährlichsten Top-Level-Domains Rang 89 und befindet sich damit nur 15 Plätze von der Spitzen-Domain ".gov" (Rang 104) entfernt. Wie eine Karte zeigt (siehe Infobox), sind nur 0,2 Prozent aller ".at"-Websites als gefährlich einzustufen.
Rückgang bei Spam-Aufkommen und Malware-Downloads
Allgemein sei das Risiko, Opfer von Spam oder gefährlichen Downloads zu werden, zurückgegangen, berichtet McAfee. Von 330.000 getesteten Websites hätten heuer nur 2,8 Prozent zu Spam geführt. Im Vorjahr waren es noch 7,6 Prozent. Der Sicherheitsanbieter räumt aber ein, dass das Spam-Aufkommen unverändert geblieben ist, lediglich die Anzahl der Websites, die Spam verbreite, habe sich verringert. Ähnliches gilt für Downloads: 4,5 Prozent der heruntergeladenen Dateien erwiesen sich als gefährlich, was einem Minus von 0,2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser leichte Rückgang könnte aber darauf zurückzuführen sein, dass es für herkömmliche Test-Methoden immer schwieriger wird, Malware aufzustöbern.
Cyber-Kriminielle mögen es günstig, sicher und bequem
In welchem Land Cyber-Kriminelle ihre Zelte aufschlagen, ist laut McAfee einerseits davon abhängig, wie leicht und günstig sich Websites registrieren lassen, andererseits davon, wie hoch das Risiko ist, gefasst zu werden. Mit seinem "Mapping the Mal Web"-Report möchte das Unternehmen daher bewusstseinsschärfend auf die Regierungen der jeweiligen Länder einwirken, Internetkriminalität stärker zu verfolgen. Als Positivbeispiel führt das Unternehmen die kleine Pazifikinsel Tokelau an, die 2007 noch eine Risikorate von 10,1 Prozent aufwies. Nach dem McAfee-Report konnte das Eiland die Rate um 85,5 Prozent auf 1,4 Prozent senken.
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