„Haters gonna hate“ - das gilt wohl auch für einen Internetnutzer aus dem US-Staat Texas, der nur wenige Wochen nach seiner Entlassung für weitere acht Jahre ins Gefängnis muss. Grund: Er hatte dieselbe Firma, die er zuvor online erpresst hatte, mit negativen Bewertungen im Internet überhäuft.
William Stanley aus Texas war bereits 2016 zu 37 Monaten Haft verurteilt worden, weil er der ebenfalls in Texas beheimateten Finanz-Beratungsfirma Generational Equity damit gedroht hatte, negative Kritiken über das Unternehmen im Internet zu veröffentlichen, sollte ihm dieses keine 30.000 Dollar (rund 25.652 Euro) zahlen.
Kaum wieder auf freiem Fuß, startete Stanley jedoch erneut einen Online-Rachefeldzug gegen Generational Equity. Ermittler konnten zahlreiche Postings auf Stanley zurückführen, darunter etwa eine Kritik auf dem Bewertungsportal Yelp, die auf einen Wordpress-Blogeintrag verlinkte, in dem wiederum 67 Links zu verleumderischen Postings gelistet waren, wie das IT-Blog Gizmodo berichtet.
Wegen „falscher und abfälliger Kommentare und Rezensionen“, so die Anklageschrift, fasste Stanley nun weitere 97 Monate Haft aus. Das verunglimpfte Unternehmen machte ihn für das Scheitern zweier Aufträge im Wert von insgesamt 75.000 Dollar verantwortlich. Den Schaden durch die negativen Postings bezifferte Generational Equity mit potenziell bis zu 50.000 Dollar - pro Tag.
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