Mo, 25. Juni 2018

Günstig-Gerät GS185

29.05.2018 14:14

Gigaset fertigt neues Smartphone in Deutschland

Zehn Jahre nach der Einstellung der Nokia-Handyproduktion in Bochum werden wieder Mobiltelefone in Deutschland produziert. Die ehemalige Siemens-Tochter Gigaset kündigte am Dienstag an, im münsterländischen Bocholt ein neues Smartphone herzustellen.

Die Produktion in Deutschland sei ungefähr so teuer wie in Asien, weil in dem Werk in Bocholt intensiv mit Fertigungsrobotern gearbeitet werde. Dadurch sei auch die Fehler- und Ausschussquote niedriger als bei einer weitgehend manuellen Produktion in Asien, sagte Andreas Merker, Leiter Mobile Devices bei Gigaset. Die elektronischen Bauteile stammen allerdings von Zulieferbetrieben aus Asien. In Deutschland werden Verpackungen und die gedruckten Anleitungen hergestellt. In Bocholt werden die Geräte aber nicht nur montiert, sondern auch entworfen und an spezielle Anforderungen von Netzbetreibern und Großkunden angepasst. Daher finde rund 60 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland statt, rund 40 Prozent stamme von den Zulieferern aus Asien, sagte Merker.

Nur acht Mitarbeiter pro Schicht
Besonders viele Arbeitsplätze werden durch das Produktionsverfahren im Werk in Bocholt jedoch nicht geschaffen. Die Produktionslinie benötige nur acht Mitarbeiter pro Schicht, also 24 Mitarbeiter bei einem Dreischicht-Betrieb. Die Fertigungslinie kann maximal 6000 Geräte in der Woche herstellen. Bei einem Markterfolg werde Gigaset weitere Fertigungslinien in Bocholt in Betrieb nehmen. Bei dem in Bocholt produzierten Gerät handelt es sich um das Android-Smartphone GS185, das für 179 Euro auf den Markt kommen soll. Das GS185 ist eines von drei Einsteiger-Modellen, die Gigaset am Dienstag präsentierte. Die anderen Modelle, das GS100 und das GS180, die 119 Euro bzw. 149 Euro kosten, werden weiterhin in Asien montiert.

Gigaset war ursprünglich eine Marke der Siemens Home and Office Communication Devices und ist seit Jahren einer der führenden Hersteller von schnurlosen DECT-Telefonen. Im Rahmen von mehreren Sparprogrammen waren in dem Werk in Bocholt immer wieder Arbeitsplätze abgebaut worden.

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