Mobilfunkbetreiber in Bangladesch haben wegen der vom Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise vor einem drohenden Zusammenbruch des Internets und des Mobilfunks gewarnt. Der Telekommunikationsbetrieb könne ohne ausreichenden Treibstoff nicht mehr aufrechterhalten werden, erklärte der Verband der Mobilfunkbetreiber des Landes (Amtob) am Montag in einem Brief an die zuständige Aufsichtsbehörde.
„Sollten diese Bedingungen anhalten, besteht die unmittelbare Gefahr großflächiger Ausfälle des Telekommunikationsnetzes in weiten Teilen des Landes.“ Bangladesch importiert 95 Prozent seines Öl- und Gasbedarfs, das Meiste davon aus dem Nahen Osten. Die Engpässe infolge des Iran-Kriegs haben das 170-Millionen-Einwohner-Land hart getroffen.
„Gefährlich geringe Treibstoffvorräte“
Amtob zufolge sind die Mobilfunknetzbetreiber bereits jetzt aufgrund reduzierter Stromversorgung und „der unsicheren Treibstoffversorgung“ mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. „Mehrere strategisch wichtige Telekommunikationseinrichtungen verfügen derzeit nur noch über gefährlich geringe Treibstoffvorräte“, erklärte der Betreiberverband.
Amtob-Generalsekretär Mohammad Zulfikar warnte, dass Ausfälle von Datenzentren weitreichende Auswirkungen haben könnten. Ein teilweiser oder vollständiger Netzwerkausfall könne Anrufe, das Internet, Kurznachrichten und andere Dienste zum „Stillstand bringen oder schwere Störungen verursachen“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. „Das Internet könnte extrem langsam werden oder ganz ausfallen, da Rechenzentren die Schaltzentralen sind, in denen der Datenverkehr geleitet und gesteuert wird.“
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