Mit ADO Den Haag

Rekord-Jungbulle Reischl erfüllt sich Titeltraum

ADO Den Haag und Luka Reischl schafften in dieser Saison den Aufstieg in die Eredivisie. Der Klub an der Nordsee hat fanatische Anhänger. Etwas, das der Pongauer so noch nicht erlebt hat. In den Niederlanden fühlt sich der 22-Jährige sehr wohl, weswegen ein Wechsel zu einem österreichischen Topklub auch nichts wurde.

Österreichische Spieler sorgten in der Vergangenheit des Öfteren für Furore in der höchsten niederländischen Fußball-Liga. Man denke an Franz Hasil, der mit Feyenoord Meister wurde. Oder an Willi Kreuz, der 197 Mal in der Eredivisie auflief. In der aktuellen Saison spielen drei rot-weiß-rote Akteure in der ersten Liga, kommende Spielzeit kommt einer dazu: Luka Reischl. Der Pongauer wurde mit ADO Den Haag Zweitliga-Meister, steigt damit auf: „Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht“, sagt der Stürmer, der mit zehn Treffern in 33 Einsätzen einen wichtigen Beitrag geleistet hat.

Die Feierlichkeiten – zuerst der fixierte Aufstieg, danach der Meistertitel – wird der 22-Jährige nie vergessen: „Wir sind mit dem Bus heimgekommen. 300 Meter vor dem Stadion sind uns Menschen zugelaufen, haben uns den Weg versperrt. Irgendwann hat der Busfahrer die Türen aufgemacht und wir sind auf den Schultern der Fans getragen worden. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Fühlt sich wohl in Den Haag: Luka Reischl.
Fühlt sich wohl in Den Haag: Luka Reischl.(Bild: zVg)
Zehn Tore gelangen dem Pongauer in der bisherigen Saison in der zweithöchsten Spielklasse der ...
Zehn Tore gelangen dem Pongauer in der bisherigen Saison in der zweithöchsten Spielklasse der Niederlande.(Bild: zVg)
Luka Reischl.
Luka Reischl.(Bild: zVg)

Die Menschen in der Stadt unterstützten ihren Klub zuletzt fünf Jahre in der 2. Liga. Heuer kamen im Schnitt 11.500 Anhänger zu den Heimspielen. „Die Liebe von den Fans ist etwas Besonderes“, erklärt der Liefering-Rekordspieler (103 Einsätze), der eine solche Unterstützung bisher nicht kannte.

In der 569.000-Einwohner-Stadt an der Nordsee, in der er immer wieder angesprochen wird, fühlt sich Reischl wohl: „Mir taugt schon, dass etwas los ist.“ Langweilig wird ihm nicht, auch, weil öfter Besuch aus der Heimat kommt.

Interesse gab Schub
Apropos Heimat: Im Winter zeigte Bundesliga-Meister Sturm Interesse. „Es ist eine Auszeichnung für meine Leistung, hat mir einen Schub gegeben. Aber es war zu diesem Zeitpunkt schnell klar, dass ich da bleiben werde“, will er das Abenteuer Eredivisie auf jeden Fall mitnehmen. Freitag wartet das letzte Saisonspiel, gefolgt von einer mehrwöchigen Sommerpause, in der die Mannschaft einen Ibiza-Ausflug unternimmt.

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