Fr, 14. Dezember 2018

Trendschau Reisen

01.05.2018 08:00

Sicherheit ist wichtiger Faktor bei Urlaubsplanung

Vier von fünf Österreichern informieren sich vor Reiseantritt über die Sicherheitslage im Urlaubsland. Vor allem für Frauen und Personen über 50 Jahre ist das ein entscheidender Faktor bei der Urlaubsbuchung. Fast jeder Siebente wünscht sich aber mehr Informationen über Situation vor Ort. 

Für eine Studie, die die Europäische Reiseversicherung (ERV) vorstellte, wurden im März 500 Österreicher zwischen 20 und 69 Jahren im Internet befragt. Dabei zeigte sich, dass sie immer öfter verreisen. Während mehr als die Hälfte ein- bis zweimal jährlich verreist, geht es für jeden Zehnten mehr als viermal pro Jahr in den Urlaub. Die Verteilung ist dabei sehr unterschiedlich. 72 Prozent der Wiener verreisen zumindest einmal im Jahr. „Niederösterreicher und Burgenländer scheinen dagegen Reisemuffel zu sein“, sagte Wolfgang Lackner, Vorsitzender der ERV. Hier verreist ein Fünftel weniger als einmal jährlich.

Preis, Wetter und Bademöglichkeiten wichtig
Wichtigster Aspekt bei der Urlaubsplanung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis (57,8 Prozent), gefolgt von sonnigem Wetter (45,3 Prozent) und Bademöglichkeiten (44,6 Prozent). Für fast ein Viertel der Österreicher ist aber auch die Sicherheitslage ein wichtiger Faktor. Um im Urlaub abgesichert zu sein, haben fast 60 Prozent schon einmal eine Reiseversicherung abgeschlossen. Argumente dafür sind vor allem die mögliche Übernahme von Stornokosten (63,4 Prozent) und der Heimtransport bei Krankheiten oder Unfällen (57 Prozent). Auch eine 24 Stunden verfügbare Notfallhilfe, die Anliegen schnell bearbeitet, ist für fast 40 Prozent ein Argument sich zu versichern. „Die Behandlungsqualität ist in allen Ländern unterschiedlich,“ sagte Lackner. So könne ein Tag im Spital mehr als 1.000 Euro kosten, Rücktransporte nach Österreich bis zu 150.000 Euro. Auf diesen Kosten bleiben Nichtversicherte sitzen.

E-Card im Nicht-EU-Raum nutzlos
Ein großer Irrtum ist, dass die E-Card für eine ausreichende Absicherung im Ausland sorgt. 26 Prozent denken, in außereuropäischen Mittelmeerrandstaaten einen ausreichenden Kranken-und Unfallversicherungsschutz zu haben, 18 Prozent vertrauen sogar weltweit auf die hellgrüne Karte. „Die E-Card deckt nur einen Basisschutz in öffentlichen Spitälern im europäischen Ausland, außerhalb Europas ist sie völlig nutzlos“, erklärte Lackner. Aus diesem Grund empfiehlt er den Abschluss eines privaten Reiseschutzes.

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