Di, 17. Juli 2018

18 Liter, 3100 PS

20.02.2018 11:16

Das neue AMG-Rennboot ist der pure Wahnsinn!

Statt AMG wäre wohl "OMG" als Bezeichnung passender, das im Internet übliche Kürzel für "0h mein Gott!": Das aktuelle Rennboot mit dem Mercedes-AMG und den Freaks von Cigarette Racing ihre seit elf Jahren währende Zusammenarbeit feiern, weist schier unglaubliche Leistungsdaten auf, bei denen Autofans große Augen machen und lieber zweimal nachschauen, ob sie sich nicht doch verlesen haben.

Das Performance-Boot Cigarette Racing 515 Project ONE inspired by Mercedes-AMG leistet 3100 PS! Die Kraft stammt aus zwei V8-Motoren im Heck, von denen jeder nun Liter Hubraum aufweist. Damit schafft das Gerät 225 km/h - was auf dem Wasser ein Höllentempo ist. Jeder, der einmal, sagen wir, mit 50 Sachen übers Meer gebrettert ist, kann das nachempfinden.

Für das Abrufen der Maximalleistung braucht es allerdings einen Spezialschlüssel du vor allem speziellen Rennsprit. Mit 91 Oktan muss man sich mit je 1350 statt 1550 PS begnügen. Oder auch vergnügen. Das jedenfalls legt der Name des "normalen" Zündschlüssels nahe: Pleasure Key im Gegensatz zum Race-Key.

Mehr als zehnfacher Hubraum des Project ONE
Interessant ist, dass diese Boot gewordene Wasserfontäne dem Mercedes-AMG Project One nachempfunden ist, der sich zwar mit mehr als 1000 PS und über 350 km/h Spitze wirklich nichts nachsagen lassen muss, aber extrem mit Hubraum geizt: Sein V6 misst nur 1,6 Liter, wird allerdings von vier Elektromotoren unterstützt, auf die der Cigarette-Racer verzichten muss.

Die "515 Project ONE", die neunte Cigarette/AMG-Sonderedition, ist 15,67 Meter lang und bietet mit seinem 2,90 Meter breiten Rumpf sechs Fahrgästen komfortable Sitzplätze. Es hat im Vergleich zum Rennboot „Cigarette Racing Team 50’ Marauder AMG“, das 2017 im Rahmen der Kooperation präsentiert wurde, über 30 Prozent mehr Fläche bei ähnlicher Leistung. Möglich wird dies durch die Verwendung einer hochoptimierten Verbundstruktur aus Kohlefaser, Kevlar und Glasfaser. Die muskulösen Schultern, die sich im hinteren Teil des Cigarette Racing 515 Project ONE erheben, sollen an das AMG-Hypercar erinnern und ermöglichen die Integration eines großen Sonnenkissens auf der flachen, freiliegenden Kohlefaserluke über den großen Motoren. Menschen, die man mag, sollte man dort allerdings nur bei ruhendem Boot in der Sonne baden lassen.

Das Deck des Bootes besteht vollständig aus Kohlefaser, die das Gesamtgewicht reduziert und den Schwerpunkt senkt. Carbon wird auch für das innere Strukturlaminat des Rumpfes, der vorderen Trennwände, der Kabinenverkleidung, der Motorluke, der Konsolen und der Lagerluken verwendet.

Insgesamt ist das gewichtsoptimierte Performance-Boot Cigarette Racing 515 Project ONE mehr als drei Meter länger als das „Cigarette Racing 41’ SD GT3“ Boot von 2016, wiegt aber mehr als 2,2 Tonnen weniger.

Technisch gesehen handelt es sich natürlich nicht um ein AMG-Boot, sondern um ein Cigarette-Rennboot mit AMG-Paket, also mit von AMG inspiriertem Styling und Leichtbau.

Die Serienversion des Zweisitzers soll ab 2019 zu Preisen jenseits der 3 Millionen Euro auf den Markt kommen (und da ist von NoVA noch gar keine Rede). Wie teuer das Rennboot ist, verrät der Hersteller nur auf Kundenanfrage.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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