Schön, aber lästig

Pfauen werden in Küstenort in Italien zur Plage

Ausland
13.05.2026 08:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Sie schauen majestätisch aus und ihre Federn sind wunderschön – doch trotz ihres gefälligen Aussehens sind Pfaue in der norditalienischen Küstenstadt Punta Marina nicht bei allen sehr beliebt. Die Tiere breiten sich dort unkontrolliert aus und werden mittlerweile als Plage betrachtet. 

Mehr als 100 Pfauen werden den Bewohnern in Punta Marina allmählich zu viel. Die Tiere spazieren auf Straßen, stehen auf Balkonen und am Strand. Ihren Ursprung haben sie in einer verlassenen aeronautischen Anlage.

Anwohner stören „eiscremeartige Exkremente“
Während der Corona-Pandemie vermehrten sie sich dort unkontrolliert. Die Stadt ist nun in zwei Lager geteilt: Manche Bewohner finden die Pfauen charmant und schön. Andere können den Kreaturen nur wenig abgewinnen. „Die Population ist in den letzten 30 Jahren explosionsartig angewachsen und ist jetzt zu groß: Sie stören den Schlaf, behindern den Verkehr und verschmutzen den Boden mit eiscremeartigen Exkrementen, in die wir dann hineintreten“, erklärte der pensionierte Busfahrer Marco Manzoli seine Abneigung gegen die Tiere. 

Viele Dorfbewohner wollen ihre Ortschaft nicht mit den Dutzenden Pfauen teilen.
Viele Dorfbewohner wollen ihre Ortschaft nicht mit den Dutzenden Pfauen teilen.(Bild: kameraone)

Pfauen als Touristen-Schreck?
Die Vögel würden auch auf Autos klettern und sie zerkratzen. Manzoli befürchtet, dass die hübschen Tiere Touristen deswegen sogar abschrecken könnten, „wenn sie keine Garage zum Parken ihres Autos haben“.

Die Stadt sucht nun nach humanen Wegen, mit der wachsenden Pfauenpopulation umzugehen. Ein Versuch, sie im Jahr 2022 umzusiedeln, scheiterte jedoch hauptsächlich am Widerstand von Tierschutzgruppen. Der Gemeinderat startete auch eine Kampagne, die über den Umgang mit den Pfauen aufklären sollte. So solle man die Vögel nicht füttern. 

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