Engpässe befürchtet

Tarifgespräche geplatzt: Samsung droht Streik

Digital
13.05.2026 08:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Tarifverhandlungen bei Samsung sind am Mittwoch nach Tagen ohne Einigung beendet worden. Damit droht ein Streik bei dem südkoreanischen Konzern, der die weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen könnte. 

Samsung ist weltgrößter Anbieter von Speicherchips und wichtiger Auftragsfertiger. Die Gewerkschaft drohte erneut mit einem 18-tägigen Streik ab 21. Mai, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Über 50.000 Beschäftigte würden sich wohl daran beteiligen.

Samsung sei auf keine ihrer Forderungen eingegangen, kritisierten die Arbeitnehmervertreter. Daher gebe es vorerst keine Pläne für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Dies sei erst nach Vorlage eines „angemessenen Vorschlags“ des Unternehmens denkbar.

Samsung bedauerte das Scheitern der Gespräche und betonte, ein Worst-Case-Szenario durch einen „aufrichtigen Dialog“ mit den Tarifpartnern verhindern zu wollen. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Grundgehälter um sieben Prozent sowie die Verteilung von 15 Prozent des jährlichen operativen Gewinns als Boni für die Beschäftigten.

  Bisher liegen die Prämien deutlich unter denen, die der Lokalrivale SK Hynix zahlt. Dieser hat die Obergrenzen für Mitarbeiterboni abgeschafft und koppelt sie an den operativen Gewinn. Samsung zufolge würden Änderungen nach diesem Vorbild künftige Investitionen und die Ausschüttungen an die Aktionäre gefährden. Der Konzern hat wegen stark gestiegener Speicherchippreise sein Betriebsergebnis im ersten Quartal verachtfacht.

Krisensitzung einberufen
Südkoreas Ministerpräsident Kim Min-seok berief nach den geplatzten Tarifverhandlungen eine Krisensitzung der zuständigen Minister ein. Es müsse sichergestellt werden, „dass der Dialog zwischen Gewerkschaft und Unternehmensleitung fortgesetzt werden kann, damit es unter keinen Umständen zu einem Streik kommt“. Dieser könnte schwerwiegende Auswirkungen auf die südkoreanische Konjunktur haben. Die Regierung hatte die Gespräche der vergangenen Tage moderiert.

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