Sa, 23. Juni 2018

Bill Gates:

15.02.2018 05:59

„Tech-Firmen sollten Regierungen nicht behindern“

Microsoft-Gründer Bill Gates hat Technologie-Firmen vor Kraftproben mit Regierungen gewarnt. "Tech-Unternehmen sollten nicht denken, dass ihre Ansichten wichtiger sind als die der Regierung oder deren Fähigkeit, bestimmte Schlüsselaufgaben zu erfüllen", sagte Gates der US-Website "Axios".

Als ein Beispiel nannte Gates die Einschätzung, dass die Kommunikation eines eindeutigen Massenmörders nicht für die Regierung zugänglich sein sollte. Gates nahm damit Bezug auf einen Fall, in dem Apple sich der Forderung der US-Regierung widersetzte, eine neue Software zum Aushebeln der iPhone-Verschlüsselung zu schreiben. Die US-Regierung wollte mit dem veränderten Betriebssystem an die Smartphone-Inhalte eines Anhängers der Terrorgruppe IS gelangen, der 14 Menschen im kalifornischen San Bernardino erschossen hatte.

Apple weigerte sich damals mit dem Argument, dass eine Software zum Entsperren eines gesicherten iPhone letztlich nur die Sicherheit für alle Nutzer senken würde. Am Ende kam die Regierung nach eigenen Angaben mit Hilfe eines IT-Dienstleisters an die Daten, über deren Inhalt bisher nichts bekannt wurde. Das US-Justizministerium ließ daraufhin seine Klage gegen Apple fallen.

Ein solches Verhalten der Tech-Firmen provoziere ein stärkeres Eingreifen des Staates, warnte Gates. Von "Axios" auf den iPhone-Fall angesprochen, sagte er: "Das ist keine Frage der Möglichkeiten, das ist eine Frage des Willens."

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.