Fr, 22. Juni 2018

Stammzellen fürs Knie

18.02.2018 06:00

„Ich fahre noch immer Ski!“

Starke Schmerzen im Knie hatten den Besitzer des bekannten Wiener Frisiersalons OSSIG hairstyle & beauty, Karl „Charly“ Plasil, in die Ordination des Arztes DDr. Karl-Georg Heinrich geführt – zur Stammzellen-Behandlung. Vier Wochen später fuhr der bekannte Haarkünstler wieder Ski. Kürzlich kehrte er topfit aus einem sportlichen Winterurlaub zurück...

Die Vorgeschichte schildert er selbst: „In meinem Beruf muss ich den ganzen Tag stehen. Mein Salon gleich neben dem Stephansdom liegt im oberen Stockwerk. Die Stiegen hinauf und hinunter bin ich täglich rund 50-mal gegangen! Fit habe ich mich mit Ski- und Radfahren sowie Nordic Walking gehalten.“ Irgendwann hinterließ diese Belastung Spuren an den Knien. Plasil: „Die Schmerzen wurden immer ärger. Beruflich war ich ziemlich gehandicapt und an Sport war schließlich nicht mehr zu denken. Ich hätte damals nicht zu träumen gewagt, jemals wieder Skifahren zu können“

Weil der Promi-Friseur aber kein künstliches Gelenk und keine Vollnarkose wollte, suchte und fand er eine andere Möglichkeit: „Ich erfuhr durch DDr. Heinrich, einem langjährigen Kunden, von einer neuen Methode, Gelenkschäden mit Stammzellen aus eigenem Fett zu behandeln. Nach erfolglosen Versuchen mit Medikamenten, Physiotherapie und sogar Athroskopien sah ich darin auch für mich eine Chance!“ DDr. Karl-Georg Heinrich setzt seit rund 20 Jahren auf Körperfett und dessen Einsatzmöglichkeiten in der Medizin: „Zunächst verwendete ich Eigenfett vor allem für ästhetische Eingriffe. Vor rund 10 Jahren entdeckte man aber, dass Stammzellen aus Fettgewebe ein hohes Potenzial für die Regeneration von geschädigtem Gewebe besitzen.“

Es stellte sich heraus, dass diese Stammzellen daher bei der Heilung von Verletzungen eine große Rolle spielen können. DDr. Heinrich: „Durch Transplantation körpereigener Fettstammzellen verstärken wir seit einiger Zeit den natürlichen Heilungsmechanismus – wir helfen dem Körper gleichsam, den Schaden selbst zu reparieren!“ Mittlerweile belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien weltweit diese regenerative Funktion. Die Behandlung kann übrigens grundsätzlich an allen Gelenken erfolgen, also an Knien, Hüften, Handgelenken oder Fingern.

Wie geht die Behandlung vor sich? DDr. Heinrich: „Ich entnehme dem Patienten mittels dünner Kanüle ein wenig Fett. Daraus werden während des Eingriffs Stammzellen abgetrennt und unmittelbar danach im Bereich des betroffenen Gelenkes injiziert. Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung und dauert rund 3 Stunden. Danach kann der Patient heim und kommt am nächsten Tag zur Kontrolle.“ Karl Plasil erinnert sich noch gut an die langersehnte Erleichterung: „Die Schmerzen wurden ziemlich rasch fühlbar besser. Ich hätte nie gedacht, nach vier Wochen wieder komplett beschwerdefrei Sport betreiben zu können! Auch beruflich ist es toll, nicht mehr zu hinken!“

Offen blieb allerdings, ob der Erfolg von Dauer sein würde. Das ist nun auch klar, wie Herr Plasil berichtet: „Heuer, ein Jahr später, bin ich wieder auf meine Brettln gestiegen. Ich konnte die Piste hinunterwedeln wie in der Zeit vor meinen Knieproblemen! Jetzt freue ich mich auf den Frühling, wo ich wieder so richtig radeln werde!“ DDr. Heinrich konnte sich bei der Kontrolluntersuchung von der Genesung seines Patienten überzeugen und freut sich natürlich: „Die Behandlung mit Stammzellen aus Körperfett kann in vielen Fällen sogar belastende Operationen bzw. künstliche Gelenke ersparen.“

Dr. med. Wolfgang Exel, Kronen Zeitung

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