Di, 17. Juli 2018

Kaspersky warnt:

05.02.2018 09:37

So gefährlich sind Gratispornos am Smartphone

Der IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky warnt vor Porno-Malware, die es in besonderem Maße auf Nutzer von Android-Smartphones abgesehen hat. Anbieter dubioser Gratis-Pornoangebote nutzen die Lust der Nutzer auf explizite Inhalte, um ihnen im großen Stil Viren unterzujubeln, mit denen sie sensible Informationen bis hin zu Bankdaten abgreifen und Pornowerbung ins System einschleusen.

Von 4,9 Millionen mit Malware infizierten Android-Smartphones, die Kaspersky untersucht hat, wurde ein Viertel (1,2 Millionen) über unseriöse Pornoangebote infiziert, berichtet das IT-Portal "Computerbase". Die Strategie, Android-Nutzer mit pornografischem Material zu locken, um ihre Geräte zu infiltrieren, zahlt sich demnach aus.

Infiziert wurden die Android-Handys mit insgesamt 23 verschiedenen Porno-Trojanern. Für Windows hat Kaspersky zwar sogar 27 verschiedene Malware-Varianten entdeckt, die sich über Pornoangebote ins System einschleusen, die Zahl der Infektionen war allerdings deutlich niedriger als bei Android-Smartphones.

Malware klaut Nutzerdaten und holt Porno-Werbung
Ist die Porno-Malware einmal am Smartphone, sucht sie auf diesem nach sensiblen Daten, die sich zu Geld machen lassen. Besonders beliebt seien dabei Zugangsdaten zu kostenpflichtigen Porno-Websites, die im Darknet weiterverkauft werden. Die Malware macht aber auch vor Bankdaten und anderen Zugangsdaten nicht Halt.

Manche Schädlinge fluten das Smartphone überdies mit Porno-Werbung, um auf diesem Wege Geld zu machen. Manch ein Schädling, den man sich mit Pornoangeboten ins Smartphone holt, ist auch ein waschechter Erpressertrojaner und sperrt das Gerät, bis der Nutzer eine Lösegeldzahlung leistet.

Apps aus dem Play Store sind tendenziell sicherer
Um eine Infektion des Smartphones mit Porno-Malware zu vermeiden, rät Kaspersky dazu, nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem offiziellen Google Play Store zu installieren. Zwar werden auch dort bisweilen verseuchte Apps entdeckt, prinzipiell unternimmt Google hier aber große Anstrengungen, um bedenkliche Anwendungen von den Nutzern fernzuhalten.

Allerdings: Ein Grund, wieso viele Android-Nutzer Porno-Apps aus dubiosen Quellen installieren, ist, dass Google im hauseigenen Play Store keine einschlägigen Angebote duldet. Wer nach explizitem Material sucht, landet somit zwangsläufig oft bei zwielichtigen Anbietern, die womöglich Viren verteilen und Daten abgreifen.

 krone.at
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