Kurz vor Weihnachten 2025 wird ein Welpe angeblich von der Straße in Rumänien gerettet. Ein halbes Jahr später muss der Akita-Mischling in Österreich vergeben werden, weil niemand Zeit für ihn hat. Der Fall zeigt exemplarisch, woran spontane Auslandsrettungen scheitern können. Die „Krone“-Tierecke hofft auf ein Zuhause für den jungen Rüden.
„Nodens“, kurz „Nodi“ genannt, ist ein Akita-Mischling, neun Monate alt, kniehoch, geimpft, gechippt. Gesundheitlich liegt nichts vor. Am Vergabeformular der „Krone“-Tierecke wird der Rüde als gutmütig, kinderfreundlich, menschenbezogen und mit Artgenossen verträglich beschrieben. Was fehlt, ist eine Konstante in seinem bisherigen Leben. Ein Mensch, der Zeit für ihn hat.
Nach Österreich gebracht
Er soll rund um Weihnachten 2025 aus Rumänien gerettet worden sein, angeblich unmittelbar vor dem Kältetod. Involviert war keine Organisation, kein fachlicher Ansprechpartner. Zwei Privatpersonen entschieden sich spontan zur Mitnahme, offenbar ohne einen Plan, was nach der Übernahme mit dem Tier geschehen sollte.
In Österreich landete der Welpe schließlich bei einem jungen Mann in Wien, der ihn nun bei der „Krone“-Tierecke zur Vergabe meldete, weil er an seine persönlichen Grenzen stößt. Genau hier liegt der wunde Punkt spontaner privater Straßenhund-Rettungen. Zwei Menschen sehen einen frierenden Welpen und entscheiden sich, ihn mitzunehmen, ohne zu wissen, wohin mit dem Tier. Für „Nodi“ heißt das aktuell, den Alltag überwiegend allein in einer Wohnung zu verbringen, gestresst und unausgelastet.
Keine adäquate Förderung
Die Tierheime hierzulande platzen aus allen Nähten. Dennoch importieren Menschen weiterhin Tiere aus dem Ausland, oft ohne Vorbereitung auf deren Bedürfnisse und Aufwand, unabhängig von Alter oder Tierart. Scheitert die Haltung, landet das Tier erneut zur Vermittlung, diesmal mit schlechteren Startbedingungen als zuvor. Wie „Nodi“. Er hat in seinem jungen Leben bislang weder eine Konstante kennenlernen dürfen, noch die nötige Förderung erfahren.
Lebensplatz gesucht
Die „Krone“-Tierecke wünscht für den Junghund, dass er an die richtigen Menschen gelangt. Andernfalls droht ihm ein Schicksal, das zahlreiche Vierbeiner aus überstürzten Rettungsaktionen teilen. Von einem Halter zum nächsten gereicht zu werden, ohne je richtig anzukommen. Für ein so junges Tier wäre das der Beginn eines Hundelebens, das schon früh besiegelt wäre, bevor es eigentlich begonnen hat.
Wer bereit ist, „Nodi“ das Zuhause für ein glückliches Hundeleben zu geben, das er verdient, meldet sich unter: 0677/63 14 16 61.


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