Drama bei Kultserie

Star der „Big Bang Theory“ war „todunglücklich“

Society International
21.07.2026 17:00

„Ich war nicht glücklich, ich war nur noch gestresst!“ Durch „The Big Bang Theory“ wurde er zum Weltstar und Multimillionär – um dann überraschend nach zwölf Staffeln Schluss zu machen und jetzt zu sagen, dass er für kein Geld der Welt zurückkehren würde. 

Ausgerechnet Jim Parsons enthüllte jetzt, dass der Dreh der Erfolgs-Sitcom für ihn eine Qual gewesen war. Im Podcast „All Out with Jon Dean“ verriet „Sheldon Cooper“: „Wenn ich zurückschaue, realisiere ich, dass ich während einigen der besten Momente meines Lebens sehr unglücklich war.“

Der 53-Jährige erklärte, dass er während neun der zwölf Jahre, in denen die Serie lief, keinen Alkohol mehr angerührt habe. Trotzdem habe er ständig das Gefühl gehabt, unzählige Bälle gleichzeitig in der Luft jonglieren zu müssen. Parsons: „Ich hatte das Gefühl, dass der Erfolg und all das Gute, was mir im Leben widerfahren ist, nur wegen meiner übertriebenen Arbeitsdisziplin möglich waren.“ Das Problem: Diese war bei ihm mit massiven Stress und verbunden.

Für den Erfolg zahlte Jim Parsons einen hohen Preis: Der Schauspieler arbeitete bis zur ...
Für den Erfolg zahlte Jim Parsons einen hohen Preis: Der Schauspieler arbeitete bis zur Erschöpfung – und setzte sich dabei selbst enorm unter Druck.(Bild: 2026 Getty Images)

„Für kein Geld der Welt“
Rückblickend würde Parsons einige Dinge anders machen, wenn er die Chance dazu hätte. So hätte er aus heutiger Sicht aussteigen sollen, als er sich nur noch unter Druck gefühlt habe: „Ich würde das nie wieder tun, für kein Geld der Welt.“

Das Problem sei er selbst gewesen, da sein extremes Arbeitspensum auf zwanghaftem Verhalten basierte. So habe er ständig eine mentale Liste von Aufgaben im Kopf gehabt: „Es waren Dinge, die ich erledigen musste, um mich wohlzufühlen und sicher zu sein, dass ich meine Arbeit richtig machen konnte.“ Heute glaubt er allerdings nicht mehr, dass all das wirklich nötig war, um seine Leistung abzurufen. Stattdessen weiß er, dass seine zwanghaften Züge ihn einen hohen Preis gekostet haben: „Ich habe dadurch unglaublich viel vom Leben verpasst.“

Gleichzeitig räumte der gebürtige Texaner ein, dass ihn genau diese Zeit zu dem Menschen gemacht habe, der er heute ist. „Ich wäre heute nicht dort, wo ich bin, wenn ich diese Phase meines Lebens nicht erlebt hätte.“ Und diese gewisse Neigung, sich selbst zu quälen, „das gehörte eben dazu“.

Von Menschen erkannt werden, die man nicht kennt
Während er sich lange von „Sheldon Cooper“ verfolgt fühlte, ist Parsons Verhältnis zu seiner ikonischen Rolle heute deutlich entspannter. Zwar werde er auch Jahre nach dem Ende von „The Big Bang Theory“ noch immer mit der Figur identifiziert, doch sein Umgang damit fühle sich inzwischen wesentlich gesünder an.

„Rückblickend war ich damals auf den plötzlichen Ruhm schlicht nicht vorbereitet gewesen“, ließ der Golden-Globe-Gewinner durchblicken. Den Starkult bezeichnete er als eine „sehr seltsame psychologische Erfahrung“. Es gehe ihm dabei ausdrücklich nicht darum, sich zu beklagen. Vielmehr wolle er ehrlich auf diese Zeit zurückblicken und anerkennen, „wie befremdlich es ist, von Menschen erkannt zu werden – obwohl man sie selbst überhaupt nicht kennt.“

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