Walter Ruck steht nach den jüngsten Enthüllungen massiv unter Druck. Seine mutmaßlichen Aussagen, die aus heimlich mitgeschnittenen Gesprächen stammen sollen, sorgen für heftige Reaktionen. Nicht nur in der Politik, sondern auch unter den „Krone“-Lesern. Die eindrücklichsten Stimmen lesen Sie hier!
Walter Ruck weist die ihm zugeschriebenen Aussagen zurück und verweist auf eine nicht verifizierte sowie möglicherweise rechtswidrig angefertigte Aufnahme. Für die Leser steht jedoch vor allem der Inhalt im Mittelpunkt. Was folgt sind Rücktrittsforderungen, Kritik an der politischen Kultur, aber auch Rückendeckung für Ruck.
„Ruck tritt ‘zruck‘!“
Die deutlichsten Reaktionen richten sich gegen Walter Ruck selbst. Viele Leser halten die Aussagen für respektlos. Mit solch einer Wortwahl könne man kein so hohes Amt bekleiden. Mehrfach wird auch ein Parteiausschluss oder zumindest ein klares Signal der ÖVP verlangt.
Andere Leser lassen sich von den mutmaßlichen Aussagen Rucks hingegen kaum beeindrucken. „Ich bin über die Aussagen dieses Herrn Ruck mäßig erstaunt“, schreibt KroneLeser2068766. Für ihn ist die Causa schlicht Teil der österreichischen Politkultur: Es handle sich um „typisches arrogantes herablassendes Gehabe einzelner Parteibonzen“.
„Da hilft kein Beichtstuhl mehr“
Ebenso häufig richtet sich die Kritik gegen das politische System insgesamt. Die Affäre zeige weniger das Fehlverhalten eines Einzelnen als vielmehr ein Netzwerk aus Macht, Parteibuch und Postenschacher. „Ruck ist ja nur ein Symptom“, befindet KroneLeser333444.
Für Bayli31 macht die Affäre vor allem eines deutlich: Die Zwangsbeiträge zur Wirtschaftskammer gehören reformiert. „Unternehmergeld gehört in die Betriebe, nicht in die Taschen abgehobener Funktionäre!“, fordert der Leser.
„Er spricht aus, was viele denken““
Eine kleinere Gruppe stellt sich hingegen hinter Ruck. Die gepflegte englische Art sei das nicht, aber es muss Schluss sein mit Schönfärberei und Theatralik auf Kosten der Staatsbürger, erhält der Wiener Wirtschaftskammerpräsident Zuspruch von patho81.
„Nicht die Aufnahme ist das Problem“
Auch die Veröffentlichung der Gesprächsinhalte beschäftigt viele Leser. Hope65 sieht das heimliche Aufzeichnen von vertraulichen Gesprächen grundsätzlich als verwerflich an. Gleichzeitig überwiegt die Ansicht, dass dadurch lediglich sichtbar geworden sei, was hinter verschlossenen Türen tatsächlich gesagt werde.
Das gleiche Theater wie beim Ibiza Video... Nicht das Gesagte wurde zum Problem, sondern, dass man eine Aufnahme anfertigte.
„Krone“-Leser Chillibukasa
Typisch österreichisch
Die meisten Leser sehen die Affäre nicht als bloßen Ausrutscher eines einzelnen Funktionärs. Für viele steht Walter Ruck vielmehr sinnbildlich für ein politisches System, das sie als abgehoben, selbstgefällig und reformbedürftig empfinden. Typisch österreichisch eben. Gleichzeitig gibt es auch Stimmen, die seine Aussagen zwar für ungeschickt, aber inhaltlich nachvollziehbar halten. Kaum jemand lässt die Causa jedoch kalt. Und Sie?
Ihre Meinung ist gefragt!
Ist Walter Ruck nach den jüngsten Enthüllungen noch der richtige Mann an der Spitze der Wiener Wirtschaftskammer? Und was müsste sich Ihrer Meinung nach bei Politik und Interessenvertretungen ändern? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren!


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