Kindergarten betroffen

Marode Leitungen brechen: Bürger ohne Trinkwasser

Kärnten
21.07.2026 16:30

14 Haushalte und eine Kindertagesstätte in der Gemeinde Maria Rain verfügen seit Tagen über kein Wasser. Ein enormer Rohrbruch soll die Ursache sein. Schuld daran? Marode Leitungen – und Erdbeben.

Ein Rohrbruch sorgt in der Gemeinde Maria Rain für miserable Stimmung. Denn viele Bewohner müssen seit Tagen ohne Trinkwasser auskommen. „Am Sonntag haben wir von dem Rohrbruch erfahren, hier sollten normalerweise unverzüglich Reparaturarbeiten vorgenommen werden“, ärgert sich ein Anrainer.

Seit Jahren hätte die Gemeinde mit diesen Problemen zu kämpfen. „Die Leitungen sind extrem alt. Auf Mängel wird schon seit Monaten hingewiesen, zum Beispiel weil das Trinkwasser trüb ist“, ist der Unmut mittlerweile groß. „Nicht einmal Trinkwasser wurde uns zur Verfügung gestellt.“ Nun helfen sich die Bewohner gegenseitig aus und fühlen sich von Zuständigen im Stich gelassen.

Provisorische Leitung
Laut Vizebürgermeister Edgar Kienleitner (SPÖ) scheiterte der Versuch, das Wasser zumindest stundenweise zur Verfügung zu stellen: „Seit Dienstagmorgen läuft eine Not-Sanierung. Eine provisorische Leitung soll die 14 Haushalte so rasch wie möglich wieder versorgen. Parallel dazu soll die stark beschädigte Rohrleitung in der Kirschnerstraße erneuert werden. „Wir gehen davon aus, dass sich die Kosten auf bis zu 100.000 Euro belaufen werden“, sagt der Vizebürgermeister.

Auch in die Kindertagesstätte (KITA) fließt kein Wasser. „Die Einrichtung wird alternativ versorgt“, heißt es. Wer Trinkwasser benötigt, solle sich an die Gemeinde wenden.

Die Rohrleitungs-Problematik ist nicht überraschend: „Rohrleitungen in ganz Kärnten sind in die Jahre gekommen, teilweise stark beschädigt. Leider ist das auch bei uns der Fall. Eine komplette Erneuerung des Netzes wäre aus Kostengründen einfach nicht machbar. Dadurch würden sich die Wassergebühren für die Bürger vervierfachen“, betont Bürgermeister Franz Ragger (SPÖ).

Erdbeben als ein Ursachenauslöser
Auch regelmäßige Erdbeben spielen dort eine Rolle. „Unsere Kommune liegt in einer seismisch aktiven Zone. Leichtere Erdbeben setzen dem ohnehin schon maroden Leitungsnetz zusätzlich zu“, so Ragger, der mit Gemeindekollegen an der Behebung arbeitet.

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