So, 19. August 2018

Bitcoin, Big Data & Co

25.01.2018 12:34

Österreicher gegenüber digitaler Zukunft skeptisch

Kryptowährung statt Bargeld, autonome Verkehrsmittel oder Lieferservice per Drohnen – einer derart digitalen Zukunft sehen die meisten Österreicher skeptisch entgegen, wie eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Spectra in Linz zeigt. Am aufgeschlossensten für solche Entwicklungen zeigen sich demnach noch die unter 30-Jährigen.

1051 Österreicher ab 15 Jahren wurden in persönlichen Interviews über ihre Vorstellungen zur digitalen Zukunft befragt. Zu sechs unterschiedlichen Trends sollten sie eine Einschätzung abgeben. Am ehesten für umsetzbar halten die Befragten die Entwicklung von 3D-Druckern zur Herstellung von Alltagsgegenständen (Möbel, Schuhe) oder medizinischen Produkten wie Prothesen. 14 Prozent werten diese Entwicklung als "sehr positiv", 30 Prozent immerhin noch als "eher positiv". Allerdings sehen auch 23 Prozent dies für unrealistisch an.

Misstrauen und Skepsis überwiegen
Auf das größte Misstrauen stoßen hingegen Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie. Knapp die Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent) steht dieser Entwicklung "sehr negativ" gegenüber, 16 Prozent "eher negativ". Kapp ein Viertel bewertet dies ohnehin als unrealistisch.

Ebenfalls skeptisch sehen 50 Prozent, dass in naher Zukunft Verkehrsmittel autonom, ohne jeglichen menschlichen Eingriff auf Straßen, zu Wasser oder in der Luft unterwegs sein könnten. Genau der gleiche Prozentsatz lehnt auch Big Data ab.

Außerdem wünscht die Hälfte der Österreicher nicht die Realisierung eines Lieferservice mit Drohnen in den nächsten Jahren. Immerhin 32 Prozent können aber der Entwicklung von Microchips für Körper oder Kleidung, um etwa Infos zum Gesundheitszustand zu erhalten, etwas Positives abgewinnen.

"Vollkommen erklärbarer Reflex"
Für die abgefragten digitalen Innovationen können sich am ehesten Österreicher unter 30 Jahren - egal ob männlich oder weiblich - sowie Großstädter oder Menschen höherer Bildungsschichten begeistern. Die in der Studie zutage getretene hohe Ablehnung von Neuerungen werten die Studienautoren als einen "psychologisch vollkommen erklärbaren Reflex".

 krone.at
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