Wenig überraschend heißt auch in Österreich der bekannteste und meist genutzte Dienst Facebook: 82 Prozent der 500 Befragten kennen das soziale Netzwerk, 41 Prozent verwenden es zumindest gelegentlich. Im Vergleich zu anderen Ländern sind Österreicher bei Online-Freundschaften aber eher zurückhaltend. Auf Facebook hat jeder im Schnitt 70 Freunde, international sind es durchschnittlich 120. Primär kommunizieren Österreicher mit Menschen, die sie auch im realen Leben zu ihren Bekannten zählen. Mit einem Viertel dieser Online-Freunde wird regelmäßig Kontakt aufgenommen.
Frauen auf Xing und Twitter stark vertreten
Frauen (66 Prozent) verwenden Plattformen wie Xing und Twitter häufiger als Männer (55 Prozent) und verstärkt für private Zwecke. Die höchste Nutzungsrate (82 Prozent) gibt es bei Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, ihnen geht es besonders um die Pflege sozialer Kontakte und Selbstdarstellung. Überraschenderweise sind auch bei den 50- bis 60-Jährigen bereits 34 Prozent Mitglieder eines Online-Netzwerks, sie suchen vor allem nach Wissen und Informationen.
Die beliebteste Funktion ist das Versenden persönlicher Nachrichten: Laut der im Juli durchgeführten Befragung bei Webnutzern von 14 bis 60 Jahren verwenden 91 Prozent dieses Feature. Gleich danach kommt das Hochladen von Fotos (74 Prozent) sowie das Schreiben von Blogs (37 Prozent). Im internationalen Durchschnitt schreiben nur 29 Prozent Online-Tagebücher. Auch Partnersuche und Flirts in sozialen Netzwerken sind hierzulande überdurchschnittlich beliebt: 25 Prozent hoffen beim Verwenden von Twitter und Co. auf eine Beziehung, im Länder-Durchschnitt sind es 17 Prozent.
Beruflicher Nutzen
Der größte berufliche Nutzen ist für je 18 Prozent Informationsgewinn, Kontaktpflege mit Berufskollegen sowie das Ausbauen von Netzwerken. Zwölf Prozent suchen Jobangebote und neun Prozent stellen ihren Lebenslauf online. Je elf Prozent bieten Leistungen an oder bewerben diese.
Geschätzt wird vor allem die geringe Aufdringlichkeit von sozialen Webdiensten im Vergleich zu Anrufen, SMS oder E-Mails. Andererseits berichteten 26 Prozent der Studienteilnehmer von sehr großen Nachteilen durch Zeitverlust für persönliche Treffen und Unternehmungen. Weniger E-Mail oder SMS werden laut der Befragung durch das Verwenden von sozialen Internetdiensten nicht versendet. Auch persönliche Gespräche haben demnach nicht abgenommen, vereinzelt wurde sogar von einem Anstieg berichtet.
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