Sturm feierte beim 2:0 bei Heart of Midlothian nicht nur den ersten Sieg in Schottland in der Klubhistorie, sondern auch den Einzug in die dritte Qualirunde der Champions League. Bei STS-Klängen wurde es in der Kabine laut, die Sturm-Spieler erlebten einen grandiosen Abend.
„Steiermark – da bin i her!“ Wenn man in den Katakomben des Tynecastle Park die Hymnen von Steinbäcker und STS wie „Steiermark“ oder „Fürstenfeld“ lautstark vernimmt, ist der SK Sturm gerade am Feiern. Der Moment gehörte auch gefeiert – das 2:0 in Schottland bedeutete ein riesengroßes Etappenziel für den Klub, der wieder fix in Europa (Europa League-Ligaphase) antritt, vielleicht sogar auf mehr hoffen darf.
„Alle sind gerade ausgerastet“, lachte Kabinen-DJ Jacob Hödl, „wir sind richtig happy und feiern jetzt. Dann ab morgen gibt‘s aber wieder Fokus“, so der Youngster, der mit seinen Antritten gegen Hearts zeigte, in welcher Form er ist. „Es macht Spaß, in der Truppe ist generell ein guter Zug drinnen. Den wollen wir mitnehmen!“ In die nächste Runde der Champions-League-Quali, in der der Sieger aus Fenerbahce gegen St. Gallen (Zwischenstand 1:2) wartet. „Für mich wäre ganz klar Fenerbahce ein Traumgegner. Daheim wäre das von der Stimmung her schon super. Aber dazu gegen so eine geile Mannschaft zu spielen, wäre schon eine geile Challenge.“
Drei Spiele hat Sturm diese Saison absolviert – drei Siege stehen zu Buche, dreimal zu null! „Auf so einem Niveau kann man das nicht erwarten“, ist Albert Vallci ehrlich. „Aber jeder von uns war von der Einstellung her voll da. Wir haben als Team Charakter gezeigt, daran haben wir auch in der Vorbereitung gearbeitet. Jetzt spüren wir die große Erleichterung. Wir wissen ja auch, wie viel es jedem Steirer bedeutet, durch Europa auf Tour zu gehen.“ Während man großteils von der geschafften fixen Europa League spricht, erinnert der Verteidiger daran, dass man immer noch im Rennen um die Champions League ist. „Wir sind jetzt mit einem Gesamtscore von 6:0 drübergekommen – und haben gezeigt, dass wir was aushalten.“
„Das ist einfach unglaublich“
Premieren-Torschütze Simon Seidl, erstmals im Europacup als Scorer auf dem Papier, fehlten die Worte. „Jedes Kind träumt davon, dass man Dienstag, Mittwoch dabei ist, Champions League spielen darf! Dass ich das jetzt mit Sturm erleben darf, ist unglaublich!“ Und warum soll der Traum schon enden? Seidl: „Wir gehen in jede Partie, um sie zu gewinnen!“
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