Mo, 23. Juli 2018

„Stellt mich ein!“

03.01.2018 06:30

Hacker wollte Job von Firma erpressen - Gefängnis!

„Feuert sie und stellt mich ein, oder ihr werdet Stück für Stück vernichtet!“ Mit diesen Worten hat ein US-Hacker versucht, sich auf erpresserische Weise einen Posten bei einem Softwareanbieter zu verschaffen, nachdem eine Mitarbeiterin mehrere Bewerbungen von ihm abgelehnt hatte. Doch er bekam keinen Job, sondern eine Haftstrafe.

Das berichtet das IT-Nachrichtenportal „BleepingComputer“. Der 28-jährige Mann aus North Carolina hatte sich schon 2016 wiederholt beim Softwareanbieter TSI Healthcare beworben. Doch seine Bewerbung hatte nicht den gewünschten Erfolg: Mehrfach erhielt der junge Mann eine Absage, offenbar immer von der gleichen Mitarbeiterin bei TSI Healthcare. Er schwor Rache.

Im April 2016 versuchte er es auf einem anderen Weg: Er schickte eine Droh-Mail. Darin hieß es, die Firma hätte 72 Stunden Zeit, um die Mitarbeiterin zu entlassen und den Erpresser einzustellen. Andernfalls werde er das Unternehmensnetzwerk hacken und die Firma „Stück für Stück vernichten, bis es sie nicht mehr gibt.“ Um seine Drohung zu untermauern, erklärte der Hacker, er habe sich im Firmennetzwerk umgesehen und Schwachstellen ausfindig gemacht. „Ihr Unternehmen scheitert fürchterlich“, schrieb er.

Softwarefirma schaltete das FBI ein
Für TSI Healthcare war die erpresserische E-Mail allerdings kein Grund, den 28-Jährigen einzustellen. Vielmehr nahm man sie zum Anlass, die US-Bundespolizei FBI zu alarmieren. Die Ermittlungen dauerten fast ein Jahr, im August konnte der 28-Jährige aber endlich festgenommen werden. Wie sich herausstellen sollte, hatte er der Firma nicht nur mit Hackerangriffen gedroht, sondern auch angekündigt, ein Blutbad am Firmengelände anzurichten, sollte man ihm keinen Job geben.

Vor Gericht wurden dem 28-Jährigen nun allerdings nur die Droh-Mail und die Hacking-Erpressung angelastet. Die Gewaltdrohungen wurden nicht Teil der Anklage, weil sich der 28-Jährige kooperativ und geständig zeigte. Die Strafe ist trotzdem empfindlich: Für seine Drohungen hat der Mann 37 Monate Gefängnis ausgefasst. Nach seiner Haftstrafe soll er drei Jahre lang unter Aufsicht gestellt werden.

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