Durch die Verlagerung ins Internet unterwerfe sich die bisher relativ ungefährdete Sprachtelefonie verschiedensten Attacken wie Hacker-Angriffen, Viren und trojanischen Pferden. "Herkömmliche Telefonnetze sind gut abgeschirmt und beinahe zu 100 Prozent zuverlässig. Das Internet gilt jedoch nicht gerade als sicherster Ort auf der Welt. Alle Bedrohungen, die im World Wide Web auftreten, passieren auch bei der Internet-Telefonie", erläutert Takashi Linzbichler. Er leitet das Projekt "Government Voice over IP Attack Study" (GoVAS) und ist Lehrender an den Studiengängen "Advanced Security Engineering" und "Internettechnik" an der FH Joanneum in Kapfenberg.
Mit der Studie wolle man unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten und Bedrohungspotenziale aufzeigen, so Linzbichler. In weiterer Folge sollen auch Angriffsszenarien entwickelt werden und Daten- und Verhaltensmuster, die auf einen Datenangriff hindeuten, simulieren. "Dazu haben wir ein eigenes Testnetz an der Fachhochschule aufgebaut, das wir mit simulierten Angriffen bombardieren und auch von Fremden angreifen lassen werden", so der Fachmann.
Das Projekt wird im Rahmen des Sicherheitsforschungsförderprogramms "KIRAS" vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert und soll im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein.
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