Nach Vorstellung der EU-Kommission sollen in der geplanten IT-Agentur (im vollen Wortlaut "Agentur zum Betriebsmanagement von IT-Großsystemen") in einem ersten Schritt die Datenbanken für das Schengen-Erfassungssystem SIS-2, biometrische Visa-Daten von Nicht-EU-Bürgern (VIS) sowie die Fingerabdrücke von Asylbewerbern (Eurodac) zusammengeschlossen werden.
Die Errichtung einer derartigen Zentrale gilt politisch als hochsensibel. Derzeit ist nicht klar, ob, wann und in welcher Form es diese Zentralbehörde tatsächlich geben wird. Estland hat bisher als einziges EU-Land offen sein Interesse für den Standort bekundet.
Österreich für Back-Up vorgesehen
Derzeit sind die meisten der betroffenen EU-Personendaten physisch auf Servern in Frankreich gespeichert. Österreich ist als Standort für das Back-Up der Daten für das künftige SIS-2 und das VIS vorgesehen. Die entsprechenden technischen Voraussetzungen sind laut Innenministeriumssprecher Rudolf Gollia bereits geschaffen. Die Eurodac-Fingerabdrücke werden dagegen in Luxemburg gespiegelt.
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