Gähnen, das nicht unterdrückt werden kann, Lidschwere, brennende Augen und trockener Mund: Das sind die ersten Symptome von Müdigkeit. "Spätestens jetzt sollte schleunigst eine ausgiebige Fahrpause eingelegt werden, am besten ein zehn- bis dreißigminütiges Schläfchen", rät der Nagler. Wer Müdigkeit ignoriert, riskiert den sogenannten Sekundenschlaf und spielt mit dem Leben. Achtung: Kaffee oder Energydrinks bringen nur eine subjektiv empfundene Frische. Objektiv gesehen bleibt die Müdigkeit bestehen. Das beste Hausmittel gegen Müdigkeit ist und bleibt der Schlaf!
Am besten es gar nicht so weit kommen lassen und vor einer langen Urlaubsfahrt nur ausgeruht hinter das Steuer setzen. "Wer in der Nacht unterwegs sein möchte, sollte nicht vergessen, dass sich der Körper in der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr morgens normalerweise in der Tiefschlafphase befindet und deshalb nicht sehr leistungsfähig ist", erinnert Nagler. Auch nicht gleich nach dem Essen losdüsen, sondern dem Körper noch eine Verdauungsphase gönnen, rät der ARBÖ-Verkehrsmediziner: "Besonders wichtig ist es, Pausen schon vor Fahrtantritt fix einzuplanen und darauf zu achten, dass sinnvoll gerastet wird."
Faustregel zum richtigen Pausentiming
Die leicht zu merkende Faustregel für das richtige Pausentiming: Zu jeder ungeraden Stunde eine Pause einlegen: die erste Pause nach etwa einer Stunde Fahrt, die zweite nach drei, die dritte nach fünf und die vierte (spätestens dann sollte man sowieso schon sein Etappenziel erreicht haben) nach sieben Stunden Fahrtzeit. Mindestlänge der jeweiligen Pausen: Die erste Pause sollte mindestens fünf Minuten dauern, für die richtige Länge der folgenden Pausen, jeweils die Länge der vorangegangenen verdoppeln: Erste Pause: fünf Minuten, zweite: zehn Minuten, dritte: zwanzig Minuten, vierte: vierzig Minuten.
Damit eine Fahrtpause auch wirklich was bringt, sollte man "richtig rasten" lernen: Jede Fahrtunterbrechung für einige körperliche Übungen nützen, wie zum Beispiel:
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