Ein echter Geheimtipp unter den alternativen Browsern ist "Maxthon", ehemals bekannt als "MyIE2". Der ursprüngliche Name rührt nicht von ungefähr, basiert der Browser doch auf der auch vom Interrnet Explorer genutzten Rendering-Engine "Trident". Im Gegensatz zum Microsoft-Browser bietet "Maxthon" jedoch deutlich mehr Funktionen. So lassen sich beispielsweise URLs bestimmte Shortcuts zuweisen, um die Webadressen dann per Tastenkürzel aufzurufen. Tabs können in Gruppen zusammengefasst oder per Drag & Drop auch einfach in neue Fenster verschoben werden, während der geteilte Anzeigenmodus durch das gleichzeitige Anzeigen zweier Websites für mehr Übersichtlichkeit sorgt.
Zu den weiteren Funktionen des deutschsprachigen Browsers gehören unter anderem eine "Bildschirmerfassung" zum Erstellen von Screenshots, der "Dateisucher", der das Herunterladen von beispielsweise YouTube-Videos erleichtert, der "Sammler", eine Art Notizblock, in dem sich bequem Webtexte zwischenspeichern lassen, sowie der "Ad-Hunter". Letzterer blockt nicht nur Pop-Ups, sondern auch gezielt einzelne Web-Inhalte wie Bilder oder Flash-Animationen. Als besonders praktisch erweist sich neben der Steuerung per Mausgeste außerdem die integrierte Multi-Suche, der manuell weitere Suchanbieter hinzugefügt werden können. Mit nur einem Suchbefehl lassen sich so etwa zeitgleich Google, Yahoo, Bing, Amazon und Wikipedia nach dem gewünschten Begriff durchforsten.
Wem der beachtliche Funktionsumfang noch nicht genügt, der kann sich schließlich durch Plugins noch weitere Extras ins Haus holen. Verschiedene Skins bieten überdies die Möglichkeit, den Browser auch optisch umzugestalten.
Browser wechsel dich
Eine große Wandlungsfähigkeit zeichnet auch den "SlimBrowser" aus. Seine vielen Anzeigen mögen auf den ersten Blick zwar verwirren, doch nahezu jede Schaltfläche lässt sich nach den individuellen Bedürfnissen platzieren oder eben auch entfernen. Mittels herunterladbarer Skins kann zudem auch hier die optische Anmutung verändert werden. Zu den weiteren Highlights des äußerst flinken Browsers zählen unter anderem ein Werbe-Blocker, eine Auto-Login-Funktion, eine Rechtschreibüberprüfung sowie eine integrierte Übersetzungshilfe.
Als besonders praktisch erweisen sich die Darstellungsmöglichkeiten mehrerer Tabs: Diese können etwa neben- oder untereinander in einem Fenster sortiert und beliebig in ihrer Größe geändert werden. Hinweis: Nach der Installation steht der ebenfalls auf Microsofts Internet Explorer aufbauende "SlimBrowser" nur in englischer Sprache zur Verfügung. Über den Menüpunkt "Language" ("Interface Language" – "Download language files") können jedoch weitere Sprachpakete hinzugefügt werden.
Der Download-Profi
Nicht als Web-, sondern als Media-Browser versteht sich der ebenfalls kostenlose "Wyzo"-Browser. Basierend auf Mozillas Firefox, bietet "Wyzo" eine Reihe praktischer Funktionen, die vor allem den Umgang mit Videos und anderen Multimedia-Anwendungen im Web erleichtern sollen - allen voran der integrierte BitTorrent-Client namens "Fire Torrent" sowie der Download-Beschleuniger "Fire Download". Dieser soll einzelne Dateien wenn immer möglich durch das Anzapfen mehrerer Download-Quellen bis zu zehn Mal schneller herunterladen als die Konkurrenz.
Für all jene, die sich gerne Bilder oder Videos anschauen, hält der Browser außerdem die Firefox-Erweiterung "Cooliris" bereit, die Web-Inhalte ansprechend als 3D-Diashow anzeigt. Damit das Surfen noch bequemer von der Hand geht, werden zudem Mausgesten unterstützt.
"Wyzo" ist zwar nur in Englisch verfügbar, da die Oberfläche jedoch jener des Firefox gleicht, dürfte der Browser-Wechsel Einsteigern keine Probleme bereiten. Die Firefox-Engine bringt noch einen entscheidenen Vorteil mit sich: Sämtliche Plugins des Open-Source-Browsers können ohne Weiteres in "Wyzo" integriert werden.
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