Pornos hochgeladen

10.000 Südkoreaner wegen Porno-Upload verklagt

Web
13.08.2009 15:10
Über 10.000 südkoreanischen Internetnutzern droht möglicherweise Haft, weil sie im großen Ausmaß Pornos ins Internet hochgeladen und damit geltende Copryright-Rechte verletzt haben sollen. 50 Produktionsfirmen der einschlägigen Filme aus den USA und Japan hätten über eine nicht näher genannte Anwaltskanzlei in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul Klage eingereicht, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag unter Berufung auf einen Sprecher der Polizei berichtete.

Der die Kläger vertretenden Anwaltskanzlei zufolge konnten die Identitäten von über 10.000 Internetnutzern ausgeforscht werden, die im großen Stil urheberrechtlich geschützte Pornos hochgeladen haben sollen. Dank klick-finanzierter Werbung ein durchaus lukratives Geschäft: Umgerechnet bis zu 10.000 Euro im Monat sollen einige von ihnen mit dem Hochladen der Schmuddel-Filme verdient haben.

Doch der Spaß könnte für die sogenannten "Heavy-Uploader" jetzt ein Ende haben, denn auf Copyright-Verletzungen steht in Südkorea Gefängnisstrafe. Ob es tatsächlich zum Prozess vor Gericht kommt, soll nun die Polizei ermitteln – sicher keine leichte Aufgabe bei über 10.000 Geklagten, zumal die Anwaltskanzlei bereits angekündigt hat, gegen 80 Website-Betreiber, die den Filmen eine Plattform geboten haben sollen, ebenfalls Klage einzureichen.

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