Do, 19. Juli 2018

Prof. Big Brother

29.05.2009 11:13

Uni will mit iPhones Schwänzen verhindern

Die japanische Universität Aoyama Gakuin schenkt 550 Studenten der Sozial-Informatik Apples iPhone. Der Haken dabei: Das Handy wird von den Professoren dazu verwendet, die Anwesenheit ihrer Studenten zu überprüfen. Natürlich sollen die Smartphones aber auch dazu dienen, ein Informationsnetzwerk zwischen Lehrenden und Studierenden aufzubauen, räumt die Universitätsleitung ein.

Da es aber auch die praktische Möglichkeit zur Überprüfung der Anwesenheit biete, will sich das die Universität zu Nutze machen und ihre Studenten so am Schwänzen zu hindern. Sobald die Studierenden nämlich den Hörsaal betreten, müssen sie einen persönlichen Code in eine iPhone-Applikation eingeben. Um zu verhindern, dass die potenziellen Schwänzer das von zu Hause aus machen, benutzt das kleine Programm den integrierten GPS-Empfänger, um die tatsächliche Anwesenheit des Studenten - oder zumindest des Telefons - sicherzustellen.

Trotz dieser Überwachungsmethoden betont die Uni, sie wolle damit nicht in die Privatsphäre ihrer Studenten eindringen oder diese gar verfolgen. Schließlich müssten die Überprüften dem Senden der GPS-Daten jedes Mal zustimmen, erklärt Professor Yasuhiro Iijima.

Die meisten angehenden Informatiker scheint der neue Anwesenheitstest jedenfalls nicht zu stören. "Bisher verwendeten wir kleine Zettel um unsere Anwesenheit zu melden. Mit dem Handy fällt das zeitaufwendige Einsammeln der Papiere weg. Das finde ich ganz angenehm", so der 20-jährige Yuki Maruya.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.