Laut Google basieren die Vorschläge auf komplexen Beliebtheits-Algorithmen, die in Echtzeit vorhersagen, wie du eine Eingabe am wahrscheinlichsten beenden willst. Das Programm checkt aber nicht dein eigenes, früheres Google-Verhalten, sondern berechnet die Vorschläge aus der Summe aller Anfragen, die die Google-Server erreichen. Hier eine kleine bizarre Auswahl.
Tippst du zum Beispiel "der Sinn" ein, zeigt dir die Suchmaschine zahlreiche Vorschläge zum Vollenden der Anfrage. Am besten gefallen hat krone.at dabei jedoch die Vervollständigung "des Lebens ist nur am Wochenende zu erlangen und selbst dann braucht man dazu einen Leihwagen". Hmm? Das wäre vielleicht ein guter Ansatz, um DER Frage überhaupt auf den Grund zu gehen.
Erfreut man Google Suggest mit der Eingabe der Wörter "Internet ist", kommen – wahrscheinlich wenig überraschend – acht Vorschläge, die mit "zu langsam" zu tun haben. Aber auch Technik-Verweigerer scheint es noch genügend zu geben, denn "nur ein Hype" findet sich ebenfalls in der Suggest-Liste. Auch beim Tippen der Wörter "mein PC" schlägt das Tool des Öfteren "ist langsam" vor. Die Computerprobleme jener, die nach "piept" und "friert immer ein" suchten, lassen sich hingegen nur erahnen.
Natürlich kann der User auch nach der Suchmaschine selbst googeln. Unter "Google sucht" bekommt er dann immerhin die Angebote "Chuck Norris", "falsch" oder "nicht" zur Auswahl. Ändert er seine Eingabe auf "Google ist", stößt er in das Horn der Google-Hasser: Nur ein Treffer behauptet "dein Freund". Die Mehrzahl der Vorschläge klingt eher wie "böse", "dumm", "nicht mein Freund" oder "eine Missgeburt".
Besonders überrascht hat krone.at übrigens der einzige "Google Suggest"-Vorschlag für "Radfahrer sind". Und jetzt werden wieder alle leidenschaftlichen Radler behaupten, sie hätten es schon immer gewusst: "Hengste im Bett".
Verlegt der Suchende die Spielerei mit dem neuen Tool auf Fragewörter, bringt die Suchmaschine allerlei witzige Vorschläge. Auf "warum" folgt der etwas unerwartete Vorschlag "liegt hier überall Stroh". Es ist seltsam zu glauben, dass Google darauf irgendeine Antwort wüsste. Erweitert der User seine Anfrage auf "warum bin ich", zeigt sich, dass auch der internationale Sado-Maso-Verband sich diese Frage stellt: "nur glücklich wenn es schmerzt", ist die Fortführung von Suggest. Versucht man es hingegen mit "wieso ist", zeigt sich, dass sich wohl schon mehrere User gefragt haben "der Kopf dicker als der Hals" oder auch "der Walter so klug für sein Alter". Rätsel über Rätsel, die wahrscheinlich wohl nur im Internet restlos geklärt werden können.
Auch wenn der Google-Gläubige etwas verliert, fragt er doch am besten die Über-Suchmaschine, wo es denn abgeblieben sein könnte. Das ist doch eine plausible Logik, oder? Tippt man etwa in die Search-Zeile "wo sind meine" ein, erfährt man, dass offensichtlich schon mehrere Leute verzweifelt nach ihren verlorenen "Pommes", "Autoschlüsseln", "Schuhen" aber auch "Ausländern" Ausschau gehalten haben. Reduziert der Nutzer die Frage auf "wo ist" führt Google den Satz lapidar mit "W" oder "Fred" fort.
Immer eine gute Frage ist die nach dem Ist-Stand. Das haben auch schon Pferdefans erkannt, die sich mit den Bedürfnissen von Säugetieren wohl nicht so gut auskennen. Beim Eintippen von "ist es" lautete jedenfalls ein Vorschlag "wichtig, Tränken aufzustellen, wenn die Pferdeweide über keine natürlichen Wasserquellen verfügt". krone.at hofft inständig, dass die Pferde-NARREN die Antwort online gefunden haben.
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